Viller glauben an ihre Chance für Ausschuss

Von Manfred Mitterwachauer...

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck, Vill –Seit 8. Februar liegt sie im Bürgerbüro Igls und im Meldeamt des Innsbrucker Magistrats auf: die Unterschriftenliste zur Einrichtung eines eigenen Stadtteilausschusses für Vill.

Bis gestern Mittag hatten sich rund 50 Viller dort eingetragen, berichtet der Obmann des Viller Dorfvereins, Max Profanter. Einen etwas regeren Zulauf hätten sich die Initiatoren des Ausschussbegehrens wohl sicher gewünscht, auch wenn Profanter das nicht ausspricht. Stattdessen gibt er sich zuversichtlich, in den noch verbleibenden drei Wochen die in Summe notwendigen 131 Unterschriften noch zu erreichen. So viele benötigen die Viller laut Innsbrucker Stadtrecht nämlich, damit die Wahl zum Stadtteil­ausschuss vom Innsbrucker Gemeinderat ausgeschrieben werden muss. Und das ist das erklärte Ziel von Profanter und Co.: nach Igls den zweiten Stadtteilausschuss in Innsbruck zu etablieren. Zwar hatte es schon vor der Gemeinderatswahl 2012 zwei Ausschüsse gegeben, jedoch mussten sich diese – erzwungen durch die Stadtrechtsreform – neu konstituieren, was den Arzlern aufgrund zu hoher Hürden misslang.

Ähnlich wie damals die Igler, so kündigt auch Profanter an, die jeweils aktuelle Zahl an Unterstützerunterschriften öffentlich im Dorf kundzutun: „Ich denke, wir werden das am Dorfplatz bei der Bushaltestelle aufhängen.“

Sollten die Viller die Hürde schaffen, so wird der Gemeinderat bereits in der kommenden Sitzung nächste Woche die Weichen für die Wahl stellen. Diese soll „unter Vorbehalt“ beschlossen werden, da ansonsten der rechtliche Fristenlauf nicht haltbar sei, hieß es gestern aus dem Magistrat. Jene Fristen nämlich, die einzuhalten notwendig seien, damit die Ausschusswahl gemeinsam mit der Landtagswahl am 28. April stattfinden könne. „Für uns wäre das schon sehr fein, weil unsere Chance dann größer ist“, sagt Profanter. 210 Viller müssten mindestens zur Wahl gehen, damit die Wahl laut Stadtrecht auch gültig wird.

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