Der König der (S)Park-Lücke

Durch sein gefälliges Äußeres hebt sich der Chevrolet Spark von der Masse ab und erfüllt bravourös seine Pflichten. Zudem steht eine Karosserie-Auffrischung an.

Innsbruck – Dass ein Kleinwagen heute nicht mehr nur ein reiner Kurzstrecken-Hopper sein kann, um in den Verkaufs-Charts nach vorne zu stürmen, ist eigentlich klar. Die aktuelle Zwergen-Klasse nimmt den Kampf mit den Kompakten durchaus ernst und möchte der größeren Konkurrenz ans Blech gehen. Das gelingt zwar nicht jedem Hersteller, Chevrolet aber schaffte mit dem Spark einen Vier-Meter-Funken am Kleinwagen-Himmel – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Obwohl die überarbeitete Variante schon in den Startlöchern scharrt, ließen wir den aktuellen Funken noch einmal aufleuchten.

Trotz seiner 3,65 Meter Kürze wirkt der Auftritt unseres Moroccan-Blauen Spark äußerst selbstbewusst. Zu verdanken hat er das vor allem den überproportional großen Scheinwerfern. Der verchromte Kühlergrill verleiht dem City-Flitzer zudem eine dynamische Note. Sportlich geht es auch im Innenraum weiter. Das Kombi-Instrument aus Tachometer und Tourenzähler erinnert an die Armatur eines Motorrads und ist fix mit der Lenkradsäule verbunden. Das ist zwar originell, aber nicht ganz sicher. Will man nämlich zwischen Uhrzeit, Trip oder Modus umschalten, dann muss der Fahrer durch das Lenkrad greifen. Nicht beklagen darf man sich über Platzmangel. Auch groß gewachsene Piloten finden auf den angenehmen Pölstern ein Auskommen. Das geht natürlich auf Kosten des Gepäckraums, der aber mit maximal 568 Litern (bei umgeklappten Rücksitzen) locker für eine ausgedehnte Shoppingtour reicht.

Unter der Haube des Spark arbeitete ein 1,2-Liter-Benziner mit 81 PS. Die vier Brennkammern erzeugen maximal 111 Nm und lassen den Spark in 12,1 Sekunden Tempo 100 erreichen. Wer flotter vorankommen will, muss im Fünf-Gang-Getriebe rühren. Der Normverbrauch von 5,1 Litern ist dann natürlich passé. Das gut abgestimmte Fahrwerk hält auch die Erschütterungen tiefer Querrillen vom Fahrer fern und lässt den Spark, in Kombination mit der direkten Lenkung, erstaunlich agil um die Ecken wedeln. Einziger Wermutstropfen: Eine Schleuderbremse ist nur in der Topausstattung serienmäßig. Die von uns gefahrene LT-Ausstattung ist ab 11.490 Euro zu haben. (luc)


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