Pop-Art und Airbrush für den rustikalen Bergfex

Fürs Grobe ist er zwar gemacht, aber dem Feinsinnigen gewinnt der Jeep Wrangler in Form des Sondermodells Mountain einiges ab.

Innsbruck –Sie können täuschen, aber nicht allzu lang­e. Natürlich fällt beim Jeep Wrangler Mountain die orange­farbene Lackierung auf, selbstverständlich stellt der seitliche Mountain-Schriftzug einen Reiz fürs Auge dar. Der Verdacht liegt nahe, dass sich Airbrush-Künstler am traditionsreichen Geländewagen ausgetobt haben, um dem schweren Offroader eine unübliche Leichtigkeit zu verleihen. Optisch jedenfalls ist die Lifestyle-Attacke gelungen – am Charakter des vielseitigen Amerikaners hat sich jedoch nichts verändert.

Es bleibt bei der relativ straffen Federung, bei den gewaltigen Radkästen, bei der extrem steil angeordneten, umklappbaren Windschutzscheibe, der hohen Bodenfreiheit und dem mächtigen, mit vertikalen Streben versehenen Kühlergrill. Neben diesem nehmen sich die rund gehaltenen Frontscheinwerfer geradezu bescheiden aus. Die beiden außen liegenden Verschlüsse für die schwere Motorhaube, der wuchtige Stoßfänger und die Trittbretter verstärken die rustikale Ausrichtung des Wrangler. Hinzu kommen ein heckseiti­g montiertes Ersatzrad und eine zweiteilig ausgeführte Kofferraumöffnung.

Innen finden wir eine klare Anordnung der Instrumente, praktische und robuste Kunststoffelemente – sowie zwei Schalthebel, die die wahren Fähigkeiten des Wrangler andeuten: Der größere bedient die sechs Vorwärtsgänge des 200 PS starken 2,8-Liter-Vierzylinder-Turbodiesels, dem Geiz ein Fremdwort ist – zumindest beim Entwickeln des Drehmoments. 410 Newtonmeter sind es maximal, anliegend bei 2600 Umdrehungen/Minute. Damit lässt sich ein Unter-zwei-Tonner, lediglich 4,22 Meter lang, im Normalfall problemlos zum Überwinden der Trägheit überzeugen. Wenn diese Kraft wegen eines anspruchsvollen Terrains gleichwohl nicht mehr ausreicht, drängt sich die Betätigung des zweiten Hebels auf. Er wartet mit einem zuschaltbaren Allradantrieb und einem Untersetzungsgetriebe für besonders knifflige Aufgabe­n auf.

Bei aller Neigung zur gesunden Härte – fürs Genießen hat der Jeep Wrangler dennoch einiges parat: ein serienmäßig abnehmbares Hardtop, um Cabrio-Feeling aufkommen zu lassen; schwarze Stoffsitze mit grauen Akzentnähten; ein Lederlenkrad mit unauffälligen Bedienelementen. Wer das Mountain-Paket ordert, kann sich zudem über Komfortdetails wie elektrische Fensterheber vorne freuen. Deren Tasten verstecken sich allerdings in der Mittelkonsol­e. Verdunkelte Scheiben hinten sind ebenso Bestandteil des Pakets wie eine Zentral­verriegelung mit Fernbedienung. 2480 Eur­o netto sind für diese Option fälli­g.

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Wer das Schalten der Technik überlassen will, dem bietet Jeep eine Fünfgangautomatik anstelle des Handschalters an. Und wen es nach mehr Türen und mehr Ladevolumen verlangt, der kann das Mountain-Sondermodell auch für die Unlimited-Karosserievariante ordern, selbstredend mit Pop-Art-Elementen und Airbrush-Stilistik. (hösch)


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