Hirscher: „Fühlt sich an, als ob ich 300 Kilo leichter wäre“

Marcel Hirscher hat dem Druck standgehalten und fuhr im Riesentorlauf Silber ein. Für den Salzburger war es das härteste Rennen, das er je gefahren ist.

Silber im Riesentorlauf. Wie erleichtert sind Sie nach diesem Rennen?

Hirscher: Ich fühle mich jetzt richtig frei! Es fühlt sich an, also ob ich nun 300 Kilo leichter wäre. Es war heute ein unglaubliches Erlebnis Silber zu holen. Die Einzelmedaille ist etwas anderes als die im Teambewerb. Das war nicht das, was die Leute von mir verlangt haben, Team-Edelmetall wurde für selbstverständlich erachtet. Jeder hat heute gesagt, dass ich heute mindestens Silber holen muss.

Wie hart war das Rennen für Sie, nachdem Sie sich gestern im Training noch am Rücken verletzt hatten?

Hirscher: Das war das härteste Rennen, das ich je bestritten habe. Ich bin um zwei Uhr in der Früh wach geworden und habe mich gefragt, ob ein Antreten Sinn macht. Ob es sogar möglich ist.

Wie sehr glänzt dieses Silber für Sie? Wäre mit einem besseren ersten Lauf mehr drinnen gewesen?

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Hirscher: Die Silbermedaille glänzt wie Gold! Hättiwari spielt sich nicht. Außerdem ist diese Frage eigentlich nicht gerechtfertigt mit meiner Vorgeschichte.

Dein Kommentar zu Ted Ligety ...

Hirscher: Ich wusste, dass Ted der Mann ist, den es zu schlagen gibt. Dreifachchampion – unglaublich! Ich kann nicht sauer auf ihn sein, ich ziehe den Hut vor ihm.

Unglaublicher Jubel der Fans, als bei Ihrer Zieldurchfahrt eine Medaille für Österreich feststand ...

Hirscher: Es war unbeschreiblich! Sicher 50 Prozent der 35.000 Zuschauer wollten sehen, wie ich eine Medaille einfahre. Es bedeutet mir sehr viel, dass ich den Leuten die erste Silberne bescheren konnte.

Was nehmen Sie aus dem Riesentorlauf für den Slalom am Sonntag mit?

Hirscher: Das wird das erste Rennen sein bei dem ich befreit an den Start gehen kann. Jetzt habe ich zwei Medaillen in der Tasche. Es ist egal, was nun passiert. Alles was noch dazukommt, ist eine Draufgabe.

Auf was führen Sie Ihre Verletzung zurück?

Hirscher: Ich weiß nicht, was es war. Nach einem Weltcup-Wochenende hat man mehr Zeit, um sich zu erholen. Ich habe nicht geglaubt, dass die WM so einen Energieaufwand benötigt.

Das Gespräch zeichnete Günter Almberger auf


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