Bademäntel als Trost nach Odyssee auf Kreuzfahrtschiff

Das Geschenk sorgte bei den Reisenden für viel Spott. „Wer will denn einen Bademantel, der stinkt?“, fragte ein Passagier auf Twitter.

Washington - Kein wirklicher Trost ist Passagieren nach tagelanger Odyssee auf dem navigierunfähigen Kreuzfahrtschiff „Triumph“ ein Geschenk der Reederei Carnival: Diese schenkte den mehr als 4.000 Reisenden nach dem glücklichen Ende des Abenteuers die Bademäntel, die ihnen an Bord zur Verfügung gestellt worden waren. „Selbstverständlich sind die Bademäntel von Carnival Triumph ein Geschenk“, erklärte die Reederei am Freitag offiziell auf dem Internet-Kurznachrichtendienst Twitter.

Das Geschenk sorgte bei den Reisenden für viel Spott. „Wer will denn einen Bademantel, der stinkt?“, fragte Astrid Martinez auf Twitter. Natalie Eshaya kommentierte: „Sind die großzügig!“ „Was wird wohl ein Carnival-Bademantel morgen auf Ebay wert sein?“, fragte sich Paul Nather.

Die weißen Bademäntel der „Triumph“ waren zum Symbol der albtraumhaften Reise geworden, weil viele Passagiere sie sich auf Deck angezogen hatten, um besser gesehen zu werden. Andere hatten Botschaften auf die Mäntel geschrieben, während das Schiff nach einem Brand im Maschinenraum tagelang im Golf von Mexiko herumtrieb. Die Bedingungen an Bord waren nach Angaben von Reisenden teilweise unerträglich: In Gänge und Kabinen stehe Abwasser, der Gestank sei bestialisch, berichteten einige per Telefon.

Viele Menschen mussten auf Matratzen unter freiem Himmel auf dem Deck schlafen. Einige Passagiere hielten Leintücher, auf die sie Hilferufe wie „SOS“ geschrieben hatten, in die Höhe, wenn Hubschrauber von Medien über dem Schiff kreisten.

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Das Schiff konnte in der Nacht auf Freitag in den Hafen von Mobile im US-Staat Alabama geschleppt werden. Die erschöpften Passagiere konnten an Land gehen, wo sie von Angehörigen empfangen wurden. (APA/AFP)


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