27-Jährige rettete Mann aus brennendem Haus

Die junge Frau bemerkte den Brand im Haus und verschaffte sich Zutritt, um den schlafenden Mann zu wecken.

Von Nikolaus Paumgartten

Hainzenberg – Es herrschte dichtes Schneetreiben, als Irmgard Klocker am Freitagabend im Auto gemeinsam mit ihrem Freund durch den Hainzenberger Ortsteil Bichl fuhr. Plötzlich fiel ihnen auf, dass im Dachboden eines Hauses ein Brand ausgebrochen war. „Es waren riesige Flammen, die konnte man gar nicht übersehen“, erinnert sich die 27-jährige Kellnerin. Sofort verständigte sie die Feuerwehr und fuhr, ebenso wie ihr Bruder im Auto dahinter, zum brennenden Haus. Dort angekommen trafen auch bereits Nachbarn ein, die ebenfalls das Feuer entdeckt hatten. „Die haben dann gemeint, dass da noch jemand im Haus sein dürfte“, erzählt Irmgard Klocker am Tag nach dem Ereignis. Also hätten sie angefangen zu rufen, um den Bewohner wach zu bekommen. Schließlich entschieden sie sich, die Fensterscheibe einzuschlagen und die Türe aufzubrechen, um den Hausbesitzer zu wecken. Tatsächlich hatte sich der 60-jährige Bewohner des Gebäudes bereits zum Schlafen gelegt und konnte von den Helfern geweckt und ins Freie begleitet werden. Bis auf eine kleine Schnittwunde an der Hand, die er sich beim Verlassen des Hauses zuzog hat, blieb der Mann unverletzt.

Als die Feuerwehr bei dem Gebäude eintraf, stand der Dachboden bereits in Vollbrand. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer aber rasch unter Kontrolle bringen.

Auslöser für den Brand dürfte heiße Asche gewesen sein, die der 60-Jährige am Vormittag nahe der mit Holzschindeln verkleideten Hauswand entsorgt hatte. Der dabei entstandene Schwelbrand breitete sich dann über angelehnte Kanthölzer bis zum Dachstuhl aus. Am Haus, so die Aussagen der Polizei, ist vermutlich Totalschaden entstanden. Dass keine Person zu Schaden gekommen ist, ist dem beherzten Eingreifen von Irmgard Klocker und den Nachbarn zu verdanken.

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