FARC-Rebellen ließen weitere Geisel frei

Einen Tag nach der Freilassung zweier Polizisten haben die kolumbianischen FARC-Rebellen eine weitere Geisel auf freien Fuß gesetzt. Im Süden Kolumbiens ließ die Guerillagruppe am Samstag wie angekündigt einen Soldaten frei, den sie Ende Jänner in ihre Gewalt gebracht hatte, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mitteilte. Der Soldat sei einer humanitären Mission übergeben worden.

Laut IKRK erfolgte die Freilassung in der Provinz Naruño, in der die Rebellen den Soldaten am 25. Jänner entführt hatten. Am Freitag hatte die FARC zwei Polizisten freigelassen, die sie am selben Tag entführt hatte.

Die linksgerichtete Guerillaorganisation führt seit November Friedensverhandlungen in Kuba mit der kolumbianischen Regierung. Sie haben das Ziel, den ältesten Konflikt in Lateinamerika endgültig zu beenden.

Die FARC-Rebellen (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) hatten sich 1964 im Kampf gegen Großgrundbesitzer gegründet. In dem Konflikt wurden Schätzungen zufolge bis dato etwa 600.000 Menschen getötet. Nach UNO-Angaben wurden zudem vier Millionen Menschen vertrieben.

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