Krönender Abschluss im Slalom! Gold für Hirscher, Bronze an Matt

ÖSV-Superstar Marcel Hirscher krönt sich mit einem wahren Teufelsritt zum Slalom-Weltmeister. Der Tiroler Mario Matt darf sich über Bronze freuen. Silber geht an den Deutschen Felix Neureuther.

Aus Schladming: Günter Almberger

Mission erfüllt! 40.000 Fans forderten von Marcel Hirscher im WM-Slalom Gold, und sie bekamen es auch! Der Salzburger lieferte eine perfekte Show auf der Planai ab und triumphierte vor dem Deutschen Felix Neureuther und dem Tiroler Mario Matt.

Hirscher war nicht zu stoppen! Nicht auf der Piste und erst recht nicht mehr im Ziel. Als der 23-Jährige Gold fixierte, brachen im Hexenkessel alle Dämme. Der ÖSV-Star schnallte seine Skier ab und rannte durch den Zielraum, um anschließend seine einzige Bauchlandung an diesem Tag hinzulegen. Der oft titulierte „Retter der Ski-Nation“ hielt dem Druck des Halbzeitführenden stand.

„Ich kann es gar nicht fassen! Es war sehr schwierig, am Start habe ich alles mitbekommen. Es war heftig. Die Stimmung war sensationell. Ich war so fokussiert, habe geschaut, dass ich keine Fehler mache. Einfach genial!“, rang Hirscher mit den Worten.

Matt machte mit Bronze den Abschlusstag der Ski-WM aus rot-weiß-roter Sicht perfekt. Der Flirscher, der nach Lauf eins bereits Dritter war, behielt in der Entscheidung die Nerven. „Ich bin sehr zufrieden! Man muss immer bedenken wie hoch die Dichte im Slalom ist. Ich musste voll pushen und schauen, dass ich die Spuren treffe. Man durfte nicht sinnlos riskierten“, analysierte der Arlberger.

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Silber sicherte sich Neureuther, der wie im Vorfeld vermutet der härteste Konkurrent für Hirscher war. „Es ist gewaltig! Ich lasse nicht gerne Emotionen zu, aber das war heute die absolute Schmerzgrenze. Man kann das Drehbuch nicht besser schreiben. Das Ski-Cordoba habe ich leider nicht geschafft“, zeigte sich Neureuther überglücklich.

Für die beiden anderen Tiroler verlief der Slalom bitter. Benjamin Raich musste sich mit Rang 13 begnügen. Der vierfache Nightrace-Sieger von Schladming attackierte nach Rang acht zur Halbzeit in der Entscheidung voll, doch im Schlussteil unterlief dem Pitztaler ein schwerer Fehler. Der Traum von einer Schladming-Medaille platzte.

Auch Manfred Pranger begrub seine Edelmetall-Hoffnungen im Zielhang. Der Halbzeit-Sechste fädelte nach Zwischenbestzeit ein. Für den 35-jährigen Gschnitzer war es wohl das letzte WM-Rennen. „Ich habe im Training gespürt, dass ich wieder schnelle Schwünge habe. Es zipft mich voll an, aber ein Einfädler kann immer passieren. Der Sport ist brutal. Leider ist mein voller Angriff in die Hose gegangen“, ärgerte sich der Weltmeister von 2009.

Damit beendet Österreich die Ski-WM nach Startschwierigkeiten doch noch mit acht Medaillen (2 x Gold, 2 x Silber und 4 x Bronze).


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