Ärger über teure Helirettung

Rum – Bei Familie P. aus Rum sorgt nach dem Skiunfall des vierjährigen Julian bei einem Skikurs Ende Dezember eine Hubschrauberechnung über ...

Rum –Bei Familie P. aus Rum sorgt nach dem Skiunfall des vierjährigen Julian bei einem Skikurs Ende Dezember eine Hubschrauberechnung über rund 4250 Euro für Ärger. Vater Harald P. will nicht den vollen Betrag berappen und spricht von einer Gesetzeslücke. Seit Mai des Vorjahres teilen sich zwar Land und Sozialversicherung die Kosten für Hubschrauber bei medizinischen Notfällen, Sport- und Freizeitunfälle blieben aber ausgeklammert. „Hier geht es aber um ein Kind“, ärgert sich Harald P. Aus medizinischer Sicht soll der Einsatz absolut gerechtfertigt gewesen sein, zitiert er aus dem Arztbrief.

Auch für Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste Fritz ist die Unterscheidung gerade bei Kindern nicht immer klar. „Wenn die Leitstelle den Hubschrauber anfordert, dürfen nicht die Menschen die Zeche zahlen.“ LR Bernhard Tilg will der Familie zwar helfen, verweist aber auf die klare Regelung. Bei Freizeitunfällen gelte die Eigenverantwortung, eine Versicherung sei zumutbar. Seinen Aufschrei will Harald P. deshalb auch als Mahnung an andere Familien verstanden wissen. Er selbst habe bei der Geburt seines Sohnes vergessen, die Unfallversicherung auf diesen auszudehnen. Das habe er nachgeholt. (cm)


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