Bombenexplosionen im Süden Thailands: Drei Tote

Möglicherweise handelt es sich um eine Reaktion auf einen Vorfall in einem Armeestützpunkt vor wenigen Tagen.

Pattani - Bei einer Reihe von Explosionen im südthailändischen Pattani sind drei Menschen getötet worden. Drei Bomben seien seit Samstagabend nacheinander in der Stadt explodiert, teilten die Behörden am Sonntag mit. Insgesamt drei freiwillige Helfer der Sicherheitskräfte wurden dabei laut Polizei getötet. 17 weitere Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt. Vier weitere Sprengsätze konnten entschärft werden.

Pattani ist die Hauptstadt einer der drei thailändischen Provinzen, in denen der Ausnahmezustand gilt. Seit 2004 wird die Region im Süden des Landes von einem Aufstand erschüttert. Der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Paradorn Pattanatabutr, erklärte, die Bombenanschläge vom Wochenende stünden in Verbindung mit einem Vorfall in der Provinz Narathiwat vor wenigen Tagen. Dutzende Rebellen hatten dort am Mittwoch einen Militärstützpunkt gestürmt. Die Armee tötete daraufhin 16 der Aufständischen. „Sie wollen ihre Stärke zeigen“, sagte Paradorn zu den Bombenangriffen vom Wochenende.

Die betroffene Region liegt nahe der Grenze zu Malaysia. In ihr wohnen mehrheitlich Muslime, während Thailand insgesamt buddhistisch geprägt ist. Die muslimischen Aufständischen kämpfen seit 2004 für eine größere Unabhängigkeit der Region von Bangkok. Dabei wurden bereits mehr als 5500 Menschen getötet. (APA/AFP)


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