Sudanesischer Präsident kündigte Freilassung politischer Häftlinge an

Mit allen gesellschaftlichen und politischen Kräften des Landes, auch den bewaffneten, werde das Gespräch gesucht und aufrechterhalten, sagte der Präsident.

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Khartum - Der sudanesische Staatschef Omar al-Bashir hat am Montag die Freilassung aller politischen Häftlinge in dem nordostafrikanischen Land angekündigt. „Wir geben heute die Entscheidung bekannt, alle politischen Gefangenen freizulassen, und wir erneuern unsere Bemühungen um einen Dialog mit allen politischen Kräften“, sagte Bashir in einer Rede zur Eröffnung der Sitzungsperiode des Parlaments in der sudanesischen Hauptstadt Khartum.

Mit allen gesellschaftlichen und politischen Kräften des Landes, auch den bewaffneten, werde das Gespräch gesucht und aufrechterhalten, sagte der Präsident. Auf diese Weise sollten die zu lösenden Fragen geklärt werden. Vizepräsident Ali Osman Taha hatte in der vergangenen Woche die Oppositionsparteien sowie die in den Regionen Kordofan-Süd und Blauer Nil aktiven Rebellen aufgerufen, sich an der Ausarbeitung einer neuen Verfassung für den Sudan zu beteiligen. Diese wiesen den Aufruf jedoch zurück.

Bashir wird wegen des Konflikts in der westsudanesischen Region Darfur vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag per internationalem Haftbefehl gesucht. Das Gericht wirft ihm Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Bashir war 1989 durch einen Militärputsch an die Macht gekommen. (APA/AFP)

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