Brand in Produktionshalle: mehr als zehn Millionen Euro Schaden

Aus der rund 1500 Quadratmeter großen Halle der Produktionsfirma in Niedersachsen waren in der Nacht auf Montag haushoch die Flammen herausgeschlagen. Rund 200 Feuerwehrleute kämpften gegen den Brand an. Die Brandursache war unklar.

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Oldenburg - Ein Feuer hat am Montag eine Produktionshalle des Plattenherstellers Pallas Group im niedersächsischen Diepholz zerstört und einen Schaden von mehr als zehn Millionen Euro verursacht. In der Halle wurden unter anderem CDs und DVDs hergestellt. Zwei Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten verletzt. „Die Halle ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt“, sagte Polizeisprecher Andrik Hackmann. „Da steht nichts mehr, nur noch die Umrisse der Mauern.“

Hinter Mauerresten lagen am Montag große Mengen Schutt und verkohlte Balken. Aus der rund 1500 Quadratmeter großen Halle waren in der Nacht haushoch die Flammen herausgeschlagen. Rund 200 Feuerwehrleute kämpften gegen den Brand an. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst unklar.

Nach Angaben der Polizei werden die Brandermittler voraussichtlich frühestens am Dienstag mit der Ursachenforschung beginnen können. „Wir haben heute noch keine Gelegenheit, den Brandort zu betreten.“

Übergreifen der Flammen konnte verhindert werden

Die auf der anderen Straßenseite liegende Produktionshalle für Schallplatten aus Vinyl mit zum Teil museumsreifen Maschinen war nicht von dem Feuer betroffen. Ein Übergreifen der Flammen konnte durch die Löscharbeiten und günstig stehende Winde verhindert werden. „Es gab keine Gefahr, dass die Flammen übergreifen“, sagte Hackmann.

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Die Pallas Group ist eine der letzten Firmen Europas, die noch Vinyl-Schallplatten herstellt. Sie produziert jährlich Millionen Platten, CDs und DVDs. Das Unternehmen hielt beim Aufstieg der CD vor 30 Jahren an seiner alten Schallplattenfabrikation fest.

Die Einsatzkräfte nahmen zunächst an, dass in der Tonträger-Fabrik auch verschiedene Chemikalien verbrannt sind und forderten Anrainer auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Am Vormittag konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. (APA/dpa)


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