SVI-Dino: Der Hans, der kann’s

Seit mittlerweile fast einer Dekade hält Johann Glabonjat das Trainerzepter beim Sportverein Innsbruck in seinen Händen – mit Erfolg.

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Von Adrian Stöckl

Innsbruck –In seiner nun neunten Saison betreut Johann Glabonjat den Innsbrucker Sportverein in der UPC-Tiroler-Liga und ist daher so etwas wie der „Liga-Dinosaurier“. Nach dem 7:1-Auftakterfolg über Kematen musste das Team am Samstag zum Stadtrivalen in die Reichenau.

Oft war man in den letzten Partien drauf und dran, den „Nachbarn“ zu besiegen (zuletzt: 0:1, 2:2, 2:3), ganz gereicht hat es aber nie. Der jüngste 3:0- Erfolg in der Reichenau war für den „Sir Alex Ferguson“ des Tiroler Fußballs ein „doppelt so schöner“. Nicht nur weil es aufgrund „unserer Organisation ein verdienter Sieg war“, sondern auch weil der 42-Jährige ein persönliches Ziel erreichte: „Die Reichenau hat noch gefehlt. Jetzt haben wir alle großen Stadtderbys (ISK/jetzt IBK-West), IAC, Union, Reichenau) unter mir zumindest einmal gewonnen!“

Aber warum ist Glabonjat so vereinstreu? „Ich bin keiner, der permanent den Verein wechselt. Beim SVI sind alle Beteiligten mit Leib und Seele bei der Sache“, schätzt er ein gut gebautes Fundament.

Zumal der Sportverein auch immer wieder Anlaufstelle für viel versprechende Tiroler Talente war. Spielern wie Patrick Steinkellner (Reichenau) oder Michael Simic (Wacker Amateure) wurde eine Plattform geboten – die diese, auch dank Glabonjat, zu nutzen wussten. Kompensiert werden konnten die namhaften Abgänge durch die seit ein paar Jahren fruchtende Nachwuchsarbeit, was zahlreiche Eigenbauspieler im Kader unter Beweis stellen.

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Ob Glabonjat aber auch nächstes Jahr auf der Wiesengasse dirigieren wird, steht noch nicht fest: „Konkrete Gespräche sollten in den nächsten Wochen folgen.“ Einzig die Frage nach einem Wechsel in höhere Gefilde stellt sich ihm. „Ich lasse den SVI aber zuerst auf mich zukommen.“ Für so manchen Verein wäre Kontinuität der Marke Glabonjat sicher ein Gewinn. Warum? Der Hans, der kann’s.


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