Junge Familien haben neues Dach über dem Kopf

In Rietz wurden kürzlich die 13 Schlüssel einer neuen Wohnanlage übergeben. Die Vergabe erfolgte über die Gemeinde.

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Von Thomas Ploder

Rietz –Von der Einreichplanung bis zur Fertigstellung der neuen Wohnanlage der Alpenländischen Heimstätte in Rietz dauerte es nur 17 Monate. Nach der Segnung durch Pfarrer Herbert Karsten erfolgte kürzlich die formelle Schlüsselübergabe. Die Vergabe der 13 Wohnungen führte die Gemeinde durch, es kamen fast ausschließlich junge Familien zum Zug. Dass diese sich Neubauten nach modernsten Energiestandards leisten können, liegt nach Ansicht von Markus Lechleitner, Geschäftsführer der Alpenländischen Heimstätte, an den Förderungen, andererseits auch an den Erfahrungen der Bauträger.

Konkret flossen in die knapp 1100 Quadratmeter Wohnfläche, die Außenanlagen und die Tiefgarage 2,2 Millionen Euro, die über ein Bauspar- und ein Förderungsdarlehen finanziert wurden, was einen Quadratmeterpreis von 2177 Euro ergibt.

Obwohl sie keine Eigenmittel einbringen mussten, belaufen sich die – anfangs reduzierten – Kosten für Miete und die Betriebskosten auf aktuell 6,46 Euro je Quadratmeter, später auf 7,76 Euro. Nach zwölf Jahren besteht die Wahlmöglichkeit, die Wohnungen zu erwerben oder diese weiter als Mieter zu nutzen.

Obwohl sich größere Wohnanlagen wirtschaftlich noch besser umsetzen ließen, sieht Lechleitner die zukünftige Entwicklung eindeutig in den kleineren Projekten. „Diese passen besser in die Strukturen des ländlichen Raums“, so der Geschäftsführer, „und haben sich vor allem auch in Bezug auf die sozialen Kontakte und eine funktionierende Hausgemeinschaft als wertvoll erwiesen“. Lechleitner ortet dazu in den kleineren Gemeinden keine entsprechende Nachfrage, um größere Anlagen „zum Stichtag“ komplett vergeben zu können. Deshalb wird auch in näherer Zukunft in Rietz keine weitere Anlage entstehen.

Im benachbarten Stams wird derzeit allerdings ein Projekt umgesetzt, das noch in diesem Jahr übergeben werden soll.


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