Leuchtenriese Eglo bremst und spart

Beim Tiroler Leuchtenimperium Eglo stagnierte der Umsatz 2012 bei 336 Mio. Euro. Heuer wird gespart – auch am Unternehmenssitz in Pill.

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Von Nina Werlberger

Pill –Der Tiroler Leuchtenkonzern Eglo hat im Vorjahr abgebremst. Nach Jahren kräftigen Wachstums stagnierte der Umsatz bei 336 Mio. Euro. Eigentlich hatte Eglo-Boss Ludwig Obwieser ein Plus von 6 % anvisiert. Dass daraus nichts wurde, liege an der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage in Süd- und Osteuropa.

Im wichtigen Markt Italien habe es ebenso wie in Spanien und Portugal starke Einbrüche gegeben, und: „Insbesondere die Entwicklung in Osteuropa ist für uns ernüchternd, da wir der Meinung waren, dass der Boden bereits erreicht war“, erklärte Obwieser im TT-Gespräch. Gewinnzahlen nannte der Chef des weltweit zweitgrößten Herstellers von Wohnraumleuchten nicht, das Ergebnis sei „ein bisschen unter dem Vorjahresergebnis“ gelegen. „Damit dürfen wir nicht unzufrieden sein.“

Heuer werden bei Eglo die Sparschrauben angezogen. Wachstum sei nicht geplant, der Umsatz soll stabil gehalten werden. „Wir haben uns nicht viel vorgenommen“, erklärte Obwieser. Auf dem Prüfstand stehen mehrere der aktuell 59 eigenen Eglo-Gesellschaften weltweit. Jene, die keine ausreichend guten Ergebnisse liefern, würden restrukturiert oder auch geschlossen und fortan mit einem lokalen Partner betreut. Bereits passiert sei dies in Japan, Pakistan und im Senegal. In Russland hat sich Eglo 2012 von seinem Partner getrennt und will den Markt nun selbst bearbeiten. Weiter „zäh“ laufe das Geschäft in den USA, so Obwieser. Er hoffe jedoch, diesen „Prestigemarkt“ auf Kurs zu bekommen.

Die Sparmaßnahmen verschonen auch den Konzernsitz in Pill nicht. Der Mitarbeiterstand werde dort heuer von zuletzt 256 Mitarbeitern auf wohl etwas unter 240 sinken, kündigte Obwieser an. Teilweise würden Arbeiten ausgelagert. In Summe hat Eglo weltweit im Vorjahr 3100 Mitarbeiter beschäftigt. Zwei Jahre zuvor waren es noch 800 mehr. Stark zurückgefahren wurde vor allem die Produktion in China, wo noch 1600 Arbeiter beschäftigt werden – zu Spitzenzeiten waren es knapp 4000. Teile der Montage wurden zuletzt von China nach Ungarn verlegt. Derzeit werde zudem überlegt, einen Montagebetrieb in Russland oder der Ukraine zu errichten.

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