Agrarier und Gemeinden auf dem Weg zur Einigung

Nach einer konstruktiven Sitzung der Gemeinden Fügen, Fügenberg, Bergbahn und Agrargemeinschaft rückt die Liftrealisierung näher.

  • Artikel
  • Diskussion

Von Angela Dähling

Fügen –Es scheint, als sei das Kriegsbeil zwischen den Gemeinden Fügen und Fügenberg und der Agrargemeinschaft Fügen/Fügenberg begraben. Bei einer gemeinsamen Sitzung vorige Woche, bei der auch Vertreter der Fügener Bergbahnen teilnahmen, wurden Missverständnisse aus dem Weg geräumt. So jedenfalls sieht es der Fügenberger Bürgermeister Josef Fankhauser. Die Sitzung sei „sehr konstruktiv und sachlich“ verlaufen. Und rückt die Realisierung der Metzenjochbahn einen großen Schritt näher.

Fankhauser hat mit der Forderung der Agrargemeinschaft, rund 3000 Quadratmeter Freilandgrund in Bauland umzuwidmen, kein Problem. „Da geht es rein um die Widmung“, sagt er. „Unsere Gemeinde ist derzeit dabei, das Raumordnungskonzept zu erneuern. Es ist praktisch zugeschnürt“, erklärt Fankhauser. Heuer sei eine Umwidmung nicht möglich, im nächsten Jahr könnte es besser ausschauen. Die Agrarier hätten aber keinen Zeitdruck. „Ich denke, das kriegen wir hin“, sagt Fankhauser. Bei der gewünschten und behördlich bisher abgelehnten Verlängerung des Mitterwegs (Forstweg) würden die Gemeinden und die Bergbahn die Agrargemeinschaft unterstützen.

Werner Kostenzer, Aufsichtsrat bei der Fügener Bergbahn, ist ebenfalls zuversichtlich, dass nun was weitergeht beim Liftprojekt. Er hofft auf eine Bauverhandlung im Mai, so dass die Metzenjochbahn im Dezember in Betrieb gehen kann. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung brauche es laut Kostenzer nicht, da das Projekt weniger als 20 Hektar Grund umfasse.

Probleme könnte die Lawinenverbauung machen, deren Vollausbau so schnell nicht machbar wäre, meint Kostenzer. Siegfried Sauermoser, Chef der Tiroler Wildbach- und Lawinenverbauung, dazu: „Ich muss mich schon schwer täuschen, wenn das bis dahin nicht machbar wäre.“ Ihm liege aber noch kein Lawinenverbauungskonzept vor.

TT-Geburtstag: Jetzt eine von 76 Torten gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet automatisch.

Positiv nach der Sitzung gestimmt ist auch Hubert Leo, Obmann der Agrargemeinschaft. Die strittigen drei Punkte (Widmung, Forstweg und Entschädigungen für forstlichen Nutzungsentgang) sollen nun von den Anwälten in die Vereinbarung eingearbeitet werden und diese dann umgehend zur Agrarbehörde geschickt werden. „Nicht, dass die sagen, das geht so nicht“, sagt Leo. Nun gelte es noch, die neue Gesellschaft zur Errichtung der Achter-Umlaufbahn zu gründen. „Erst dann können wir unterschreiben, denn das werden ja unsere Vertragspartner sein“, sagt Leo. Fügens Bürgermeister Walter Höllwarth, Geschäftsführer der Fügener Bergbahn, war für eine Stellungnahme gestern nicht erreichbar.


Kommentieren