VP-Landesparteivorstand nominierte Platter-Stellvertreter

Sonja Ledl, Beate Palfrader, Josef Geisler und Jürgen Bodenseer wurden zu den Vertretern des Landeshauptmanns nominiert.

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Innsbruck – Der VP-Landesparteivorstand hat Sonja Ledl, Beate Palfrader, Josef Geisler und Jürgen Bodenseer als künftige Stellvertreter von Parteiobmann LH Günther Platter nominiert. Gewählt werden sie am Parteitag am kommenden Samstag. Auch Platter stellt sich der Wiederwahl.

Der Parteitag steht ganz im Zeichen des Landtagswahlkampfs für die Wahl am 28. April. 1500 Delegierte werden am Samstag in der Area 47 erwartet.

Platter gegen Dreierkoalition

Platter sprach sich am Dienstag gegen eine mögliche Dreierkoalition nach der Wahl, analog zum Kärntner-Modell aus. In einer Dreierkoalition sei es schwer, Einhelligkeit zusammenzubringen, sagte Platter bei einer Pressekonferenz nach der Sitzung des Parteivorstandes.

Der Landeshauptmann betonte erneut, sich das „Halten der 16 Mandate“ der Volkspartei bei der Landtagswahl zum Ziel gesetzt zu haben. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) hatte Platter die Latte bei einem Pressegespräch Anfang März auf „über 40 Prozent“ gelegt. Bei der Landtagswahl 2008 erlitt die Tiroler VP schwere Verluste und kam auf 40,5 Prozent. Derzeit liegt sie laut Umfragen bei rund 36 Prozent. Eine „persönliche Schmerzgrenze“ wollte Platter auf Nachfrage nicht definieren.

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Der ÖVP-Landeschef bekräftigte, nach der Wahl mit allen Parteien Gespräche aufnehmen zu wollen. Es gebe für ihn keinen“ersten Ansprechpartner“, auch nicht den bisherigen Koalitionspartner SPÖ. Es werde darauf ankommen, mit welcher Partei der von der Volkspartei erarbeite „Tirol Plan“ am besten umzusetzen ist. Fünf Listen würden sich derzeit „zusammentun“ und an einer Koalition ohne die ÖVP arbeiten. „Wir werden die Auseinandersetzung suchen. Wir oder das Chaos“, schlug Platter erste Wahlkampftöne an.

Für seine Wiederwahl als Landesparteiobmann bei dem am Samstag stattfindenden Landesparteitag erwartete er sich ein „gutes Ergebnis“. Sollte er die 96,3 Prozent bei der letzten Obmannwahl nicht erreichen, bedeute dies jedenfalls keinen Fehlstart in den Wahlkampf. „Das wird nicht entscheidend sein“, meinte er. (pn, APA)


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