Weiterhin Beschränkungen für Cyprus-Großkunden

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Großkunden der schwer angeschlagenen Bank of Cyprus werden absehbar nur an 10 Prozent ihres Geldes herankommen. Das teilte Zentralbanker Jangos Dimitriou am Dienstag mit. Die Geldgeber-Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU und Internationalem Währungsfonds (IWF), befürchte weiter eine Kapitalflucht. Medien zufolge lockerte die Troika indes die Auflagen des Rettungsplans für Zypern.

Auf einer bis in den frühen Morgen dauernden Sitzung mit Zentralbankchef Demetriades und Finanzminister Sarris hätten die Vertreter der Troika auf dieser Interimsregelung bestanden, sagte Dimitriou. Der Präsident des zypriotischen Arbeitgeber- und Industriellenverbandes, Michalis Pilikos, äußerte sich enttäuscht über den Beschluss. Viele Unternehmen würden nicht in der Lage sein, Löhne auszuzahlen. Großanleger mit Guthaben über 100.000 Euro sollen eine Abgabe in Höhe von 37,5 Prozent zahlen, weitere 22,5 Prozent werden als „Notreserve“ für einen möglichen weiteren Abschlag blockiert. Ursprünglich war von der Regierung in Aussicht gestellt, dass die restlichen 40 Prozent für Anleger der Bank of Cyprus schon ab Dienstag verfügbar sein werden.

Die Troika soll indes Auflagen des Rettungsplans gelockert haben. Demnach soll der Staatshaushalt nun erst im Jahr 2017 ohne Berücksichtigung der Schuldenkosten einen Überschuss von 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufweisen, wie das „Wall Street Journal“ schreibt. Ursprünglich war dieser Schritt für das Jahr 2016 vorgesehen. Die Zeitung beruft sich auf einen Textentwurf der Troika.

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