0,9 Prozent weniger Arbeitslose in Tirol

In Österreich ist die Arbeitslosenrate im März um mehr als zehn Prozent gestiegen. Einzig in Tirol entwickelte sich der Arbeitsmarkt positiv.

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Symbolfoto.
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck – Im Gegensatz zum österreichischen Trend entwickelte sich der Tiroler Arbeitsmarkt positiv. Nach Angaben des Tiroler Arbeitsmarktservices gab es im März einen Rückgang von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In Österreich stieg die Arbeitslosenquote um 10,3 Prozent.

„Der Tiroler Arbeitsmarkt profitierte im Monat März zweifelsohne von dem frühen Ostertermin. Dieser und eine gute Buchungslage im Tourismus beeinflussten die aktuellen Zahlen, zugleich sind wir vom überdurchschnittlichen Beschäftigungswachstum doch positiv überrascht. Trotz günstiger Anzeichen bei den Daten bleiben wir vorsichtig optimistisch hinsichtlich der weiteren Entwicklung des heimischen Arbeitsmarktes,“ kommentiert Johannes Schranz, zuständig für Statistik im AMS Tirol, die neuesten Arbeitsmarktdaten. Ende März waren in Tirol 17.857 Personen - 7000 Frauen und 10.857 Männer - arbeitslos.

Den größten Zuwachs nach Wirtschaftsabschnitten gab es im Bereich „Bau“ mit einem Anstieg von 9,0 Prozent und bei der „Erbringung sonstiger wirtschaftlicher Dinestleistungen“ mit 12,3 Prozent. Die größten Rückgänge verzeichneten die Abschnitte „Beherbergung und Gastronomie“ mit 20,8 Prozent und „Erziehung und Unterricht“ (32,2 Prozent).

Nach Altersgruppen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit mit Ausnahme bei den Menschen über 50 Jahre mit einem Zuwachs von 3,8 Prozent bei allen Altersgruppen gesunken. Bei den 570 arbeitslosen Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren war ein Rückgang um 10,2 Prozent festzustellen. Bei den 714 länger als ein Jahr vorgemerkten Arbeitslosen gab es einen Anstieg um 30,5 Prozent.

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Im März 2013 nahmen 2184 Tiroler an Schulungs- und Ausbildungsaktivitäten des AMS Tirol teil, das sind im Vorjahresvergleich 4,0 Prozent weniger. Es gab bei den Stellenzugängen ein Minus von 4,0 Prozent. Bei den Stellenabgängen war eine Steigerung um 1,6 Prozent zu beobachten.

„Der etwas zurückhaltendere Arbeitskräftebedarf kann nicht auf eine anhaltende Verunsicherung von Unternehmen wegen der fortdauernden internationalen Konjunkturrisiken interpretiert werden, immerhin gab es in den letzten Monaten ein Plus an Stellenzugängen. Entscheidend ist auch hier die längerfristige Beobachtung, erst dann lassen sich Trends erkennen“, fasst Johannes Schranz zusammen. (tt.com)


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