Eine Ermahnung für Kirchler via Skype

Wacker-Coach Roli Kirchler sprach vor dem Rapid-Heimspiel zum Ethikkomitee.

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Von Alex Gruber

Innsbruck –Nach allen (Fehl-)Entscheidungen beim Heimspiel gegen Salzburg und in Richtung Schiedsrichter Dominik Ouschan war Wacker-Coach Roli Kirchler am 10. März bei der denkbar unglücklichen 2:3-Niederlage der Kragen geplatzt. „Ich könnte nie Schiedsrichter sein, dafür bin ich zu intelligent“, war ihm in der Hitze des Gefechts über die Lippen gerutscht, was eine Vorladung beim Ethikkomitee der Fußball-Bundesliga zur Folge hatte. Im Jahr 2013 lassen sich solche Dinge auch mittels Videotelefonat via Skype erledigen: Der Vorsitzende des Ethikkomitees Wolfgang Pöschl nahm Kirchler vor der gestrigen Nachmittagseinheit von Angesicht zu Angesicht ins Gebet. Tränen flossen zwar keine, nach einer Entschuldigung kam der Wacker-Coach aber mit einer Ermahnung davon.

Die wichtige(re) Arbeit wartete unmittelbar danach ohnehin am Trainingsplatz in Vorbereitung auf das Rapid-Heimspiel. Und da beruhigte die Tatsache, dass Szabolcs Safar im Heimspiel gegen Rapid wieder im Wacker-Kasten stehen dürfte. „Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, dass wir den Safi brauchen“, unterstrich der frisch Ermahnte einmal mehr, welche Bedeutung die Routine des 38-Jährigen hat.

In der Defensive ist der Hebel aber weiter anzusetzen. Denn in erster Linie machten neun Gegentreffer bei den 2:3-Niederlagen gegen Salzburg, Sturm und WAC Zählbares im Abstiegskampf zuletzt unmöglich. Ein „dreckiger“ 1:0-Sieg, wie ihn Wiener Neustadt „ohne Torchance“ gegen Sturm zuletzt feierte, wäre alles andere als schlecht. „Ich hoffe, dass wir nicht wieder für eine gute Leistung bestraft werden, und glaube fest daran, dass es irgendwann umdrehen wird“, vertraut Kirchler darauf, dass der entsprechende Kampfgeist endlich Zählbares bringt.


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