Fiskus fordert 344 Millionen Euro von Berlusconis Finanzgruppe

Die Finanzgruppe Mediolanum soll Steuern hinterzogen haben. Die italienischen Steuerbehörden verlangen nun von Mediolanum die Zahlung von 344 Millionen Euro für die Jahre zwischen 2005 und 2007.

  • Artikel
  • Diskussion

Rom - Die Finanzgruppe Mediolanum, die zum Teil im Besitz der Medienholding Fininvest von Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi steht, gerät ins Visier des italienischen Fiskus. Die italienischen Steuerbehörden verlangen von Mediolanum die Zahlung von 344 Millionen Euro für die Jahre zwischen 2005 und 2007. Die Steuerbehörden überprüfen auch die Beziehungen Mediolanums, die mehrheitlich unter Kontrolle des mit Berlusconi befreundeten Bankers Ennio Doris steht, mit der irischen Tochter Mediolanum International Funds, berichteten italienische Medien am Dienstag.

Mediolanum war zwischen September 2010 und Februar 2011 Finanzkontrollen unterzogen worden. Die Steuerbehörden vermuten, dass ein Teil der Umsätze Mediolanums auf die irische Tochter verlagert wurde. Damit habe Mediolanum weniger Steuer gezahlt, da der Steuerdruck in Irland niedriger ist als in Italien. Damit sei für den Fiskus ein beträchtlicher Schaden entstanden. Mediolanum wies die Vorwürfe zurück.

Mediolanum hat das Jahr 2012 mit einem Nettogewinn von 351 Mio. Euro abgeschlossen, ein Plus von 422 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn betrug 348,6 Millionen Euro, ein Zuwachs von 365 Prozent. (APA)

TT-Geburtstag: Jetzt eine von 76 Torten gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet automatisch.


Kommentieren


Schlagworte