Hollywoodstar zum Anfassen: Tom Cruise in Wien gefeiert

Wien, Wien, nur du allein. Die deutschsprachige Premiere des Streifens „Oblivion“ fand auf Wunsch von Tom Cruise in der Prater-City statt. Sehr zur Freude der zahlreichen Fans.

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Wien – Tom Cruise hält, was er verspricht: Beinahe drei Stunden lang gab der Hollywoodstar am Dienstagabend vor dem Wiener Gartenbaukino bei Schneeregen Fans Autogramme und Journalisten Interviews. Immerhin war es ursprünglich seine Idee, die deutschsprachige Premiere des Endzeit-Thrillers „Oblivion“ in Wien zu veranstalten, „weil ich schon immer hierherkommen wollte“.

„All die Jahre habe ich gesagt, dass ich nach Wien will. Es ist so eine elegante, wunderschöne Stadt“, erzählte Cruise im APA-Gespräch am Rande des roten Teppichs. „Filmemachen ermöglicht es mir, zu reisen, immer etwas Neues zu lernen und mit Menschen verschiedener Kulturen und Herkunft zu arbeiten.“ Die Begeisterung war ihm auf dem Red Carpet, für den extra die Liebenberggasse abgesperrt worden war, anzusehen. Hunderte Fans hatten seit 16 Uhr in der Kälte auf den Star gewartet, der dankte es ihnen pünktlich ab 18.30 Uhr mit Autogrammen, Fotos und ausgezeichneter Laune.

In „Oblivion“ spielt Cruise den Drohnen-Techniker Jack Harper, der als einer der letzten Menschen 60 Jahre nach Zerstörung der Erde durch eine Alien-Invasion auf dem Planeten für das Rechte sorgt. Sich beim Dreh in einer von Regisseur Joseph Kosinski erdachten, postapokalyptischen Welt zu bewegen, sei für den US-Schauspieler „unglaublich“ gewesen. „Joseph Kosinski ist Erschaffer neuer Welten, allein wenn man sich die Szenerien in Island und in den Bergen Kaliforniens oder sein Design des ‚Bubbleship‘ ansieht. Jeden Tag durfte ich mit diesem Raumschiff auf die Erde fliegen“, so Cruise, der selbst Pilot ist. „Als ich von seiner Vision hörte, wusste ich, dass er dem Publikum ein einmaliges Erlebnis bieten würde.“

Regisseur lobt seinen Hauptdarsteller

Auch der Regisseur selbst überschlägt sich mit Lob für seinen Hauptdarsteller. „Alles, was man über Tom Cruise hört, ist wahr“, sagte Kosinski. „Er macht alle Stunts selbst, fährt Motorrad, fliegt den Jet. Es ist toll, wenn ein Schauspieler all das kann, weil es dadurch viel realer wirkt.“ Die schnelle Zusage von Cruise zu Kosinskis erst zweitem Kinofilm nach „Tron: Legacy“ sei dementsprechend „ein ganz besonderer Anruf“ gewesen. „Ich wollte einen auf Charaktere fokussierten Film machen, aber mit großen Ideen und Landschaften“, so der 38-Jährige. „Dabei hatte ich das Glück, große Filmstars an Bord zu haben. Es war besonders aufregend, mit Tom Cruise und Morgan Freeman zwei Legenden erstmals gemeinsam vor der Kamera zu sehen.“

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An die Arbeit mit großen Stars ist Ex-Bond-Girl Olga Kurylenko („James Bond 007: Ein Quantum Trost“) gewöhnt, Daniel Craig und Tom Cruise könne man aber nicht vergleichen. „Sie sind beide wundervolle Menschen und es ist großartig, mit ihnen zu arbeiten“, so die französische Schauspielerin mit ukrainischen Wurzeln. Während Cruise auf dem roten Teppich stets einen jungen Assistenten mit mobilem Heizstrahler im Rücken hatte, zitterte die zierliche Kurylenko bei den eisigen Temperaturen in ihrer roten Valentino-Robe. Auch das Premieren-Hopping von Buenos Aires über Rio de Janeiro und Moskau hat seine Spuren hinterlassen. „Als ich heute Morgen aufgewacht bin, hatte ich keine Ahnung, wo ich bin.“

Ruzowitzy und Baumgartner trafen Cruise

Hier zuhause ist indes Österreichs Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky, der sich die Premiere wie viele weitere heimische Prominente nicht entgehen lassen wollte. „Es ist schon Filmgeschichte, was der Mann hier präsentiert“, so der Regisseur am Red Carpet. „Meine erste Erinnerung habe ich an ‚Risky Business‘, den habe ich damals nicht weit von hier im Kino gesehen.“ Gemeinsam mit u.a. Felix Baumgartner traf Ruzowitzky Cruise am selben Tag bei einem exklusiven Empfang im Hotel Ritz Carlton. Einem „so charismatischen“ Schauspieler gegenüberzustehen sei durchaus etwas Besonderes, „aber letzten Endes sind Stars auch nur Menschen“, so Ruzowitzky. Geht es nach den lautstark „Felix“ schreienden Fans am roten Teppich, ist auch Baumgartner in der Liga der Stars angekommen. Dementsprechend verbindet den Extremsportler mit Cruise bereits „eine persönliche Freundschaft“, wie er erzählte. Er zeigte sich von Cruise‘ körperlicher Fitness angetan. „Wenn morgen ‚Top Gun 2‘ gedreht werden würde, er könnte sofort wieder mitspielen.“

Für Cruise war der Wien-Besuch ein kurzes Vergnügen: Nachdem er sich mit seinen Kollegen auf der Bühne des Gartenbaukinos vom Premierenpublikum feiern ließ, ging es direkt weiter zur nächsten Premiere nach Dublin. (APA)


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