Rekordrazzia gegen die Mafia: 1,3 Milliarden Euro beschlagnahmt

Im Kampf gegen die italienische Mafia wurden Besitztümer eines sizilianische Unternehmens im Wert von 1,3 Milliarden Euro beschlagnahmt.

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Ein Fahrzeug der italienischen Staatspolizei. (Symbolfoto)
© EPA

Catania - Bei einer groß angelegten Aktion gegen die Mafia hat die sizilianische Polizei bei einem im Bereich umweltfreundlicher Energien aktiven Unternehmer Besitztümer im Wert von 1,3 Milliarden Euro beschlagnahmt. Es handelt sich um die bisher beträchtlichste Konfiszierung der Justizbehörden im Kampf gegen die wirtschaftlichen Interessen des organisierten Verbrechens, teilte am Mittwoch die Antimafia-Behörde DIA mit.

Die Justizbehörden stellten fest, dass der 57-jährige Unternehmer dank seiner guten Verbindungen zur organisierten Kriminalität eine Spitzenposition im Bereich Wind-und Sonnenenergie erreicht hatte. Er pflegte unter anderem geschäftliche Beziehungen zu luxemburgischen, dänischen und spanischen Gesellschaften. In den Jahren davor hatte sich der Verdächtige vom Elektriker zum Großunternehmer in der Produktion von erneuerbaren Energien hochgearbeitet.

Besitztümer des Unternehmers wurden nicht nur auf Sizilien, sondern auch in der Lombardei und im Großraum von Rom beschlagnahmt. Die Behörden gehen davon auf, dass der Firmenchef ein Strohmann der seit Jahren gesuchten Nummer eins der Mafia, Matteo Messina Denaro, ist. (APA)


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