Telfer Ice Art: Neustart birgt Nachwehen

Von Sabine Kuess und Manfred Mitterwachauer...

  • Artikel
  • Diskussion

Von Sabine Kuess und Manfred Mitterwachauer

Innsbruck, Telfs –Nachdem eine Lösung für die Rettung der Ice Art Arena in Telfs gefunden ist – die TT berichtete –, gilt es, einen neuen Zeitplan aufzustellen. Gespräche zwischen Noch-Geschäftsführer Georg Ganner und dem Geschäftsführer der Innsbrucker Olympiaworld (OSVI), Michael Bielowski, sollen in den nächsten Tagen entscheiden, wie es wann weitergeht. Schließlich soll die OSVI die Mehrheitsanteile der Ice Art GmbH übernehmen, Ganner lediglich Teilgesellschafter bleiben. „Rein vom baulichen Aspekt her könnte die Eishalle in sechs Wochen fertig sein“, lässt Ganner im Gespräch mit der TT aufhorchen. Er werde in der Gesellschaft zukünftig für die Vermarktung der ganzjährig betriebenen Eishalle Sorge tragen.

Dass die OSVI in der Telfer Eishalle Hauptgesellschafter wird, „gefällt mir gut. Ich glaube, dass ein extremer Mehrwert entsteht“, erläutert Ganner. So könne die OSVI rechtzeitig reagieren, wenn andere Veranstaltungen in der Olympiahalle gebucht sind. Bei Großveranstaltungen soll es in der OSVI für die Eis(-kunst-)läufer schon eng geworden sein. Nun könne man nach Telfs ausweichen. Ohne eine derart enge Kooperation hätten notwendige Synergien nicht genutzt werden können, so Ganner. Experten müssen nun an dem Vertragskonstrukt arbeiten, welches die Höhe der Beteiligungen regeln soll.

Bevor die Finanzierung für die Eishalle in die Schieflage geraten ist, hatte Ganner laut eigenen Angaben bereits 17 Hockeyclubs, alle Kunstlaufvereine sowie Anfragen für 15 Camps gewinnen können. „Ich war erstaunt über Zusagen, dafür, dass es die Eishalle noch gar nicht gibt“, erinnert er sich. Für den Neustart der Eishalle könne er die Vereine „sicher zurückgewinnen“.

Stunden nachdem am Dienstag Land, Stadt Innsbruck, OSVI und TVB mit der Rettung der Eishalle an die Öffentlichkeit gegangen waren, meldete sich auch die für die Landesbeteiligungen, also auch die OSVI, zuständige Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP)zu Wort. Sie habe „intensive Gespräche“ geführt, damit die Telfer Arena fertiggestellt werden kann. Sie könne sich auch vorstellen, Überschüsse (1,7 Mio. Euro) aus den Jugendspielen (YOG 2012) über die OSVI für die Ice Art bereitzustellen: „Aus Sicht des Landes ist diese Variante zu bevorzugen. Es verwundert mich, dass die Innsbrucker Bürgermeisterin Geld, das eigentlich in der Landeshauptstadt investiert werden sollte, nach Telfs transferiert.“ Zollers Engagement wunderte zumindest Insider – sei doch Landesrat Thomas Pupp (SPÖ) für die YOG-Agenden zuständig und Zoller-Frischauf bei keiner einzigen der Verhandlungsrunden anwesend gewesen.

TT-Geburtstag: Jetzt eine von 76 Torten gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet automatisch.

Die FPÖ sprach sich gestern gegen die Lösung mit der OSVI aus: „Wir fordern, ja kein Innsbrucker Steuergeld für diesen Bau zu verwenden.“


Kommentieren