Biomüll als Geschäft der Zukunft für Gemeinden

Positive Zahlen weist der Rechnungsabschluss in Kirchdorf auf. Hohe Ausgaben wegen Hochwasser, Biomüll soll Heizkosten senken.

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Von Verena Hofer

Kirchdorf i. T. –Zahlen über Zahlen und Nullen in Hülle und Fülle. So präsentieren sich derzeit die Rechnungsabschlüsse in den Gemeinden. In Kirchdorf weist der Haushalt 2012 ein Plus auf.

Die knapp 3900 Einwohner zählende Gemeinde weist Einnahmen im vergangenen Jahr von etwa 7,675.000 Euro auf, wobei der Großteil dieser aus den Abgaben sowie Steuern kommt. Dem entgegengesetzt werden die Aus- gaben von rund 7,539.000 Euro. Zusammen gleichen sich die Millionenbeiträge beinahe aus. Der Überschuss von 136.000 Euro wurde dem ordentlichen Haushalt 2013 zugeführt. Der Verschuldungsgrad konnte auf 28,45 Prozent pro Einwohner gesenkt werden. „Dieser wird in den kommenden Jahren aufgrund des Baus des Bildungszentrums wieder ansteigen“, erklärte Finanzreferent Hans Hinterholzer den Mandataren. Abweichungen bei den Ausgaben gab es vor allem aufgrund des Hochwassers im August. 2000 Euro waren budgetiert, jedoch wurden 61.000 Euro für die Sanierungen gebraucht. Auch der kalte Winter machte sich im vergangenen Jahr in der Gemeindekassa bemerkbar. Ein Anstieg von 56.000 Euro bei der Schneeräumung stand fest – die Ausgaben für die Räumung und Straßenreinigung beliefen sich somit auf 216.900 Euro. Bei den Ausgaben standen im vergangenen Jahr vor allem Asphaltierungsarbeiten auf dem Plan, die mehr als 400.000 Euro kosteten. Stolz zeigte sich Bürgermeister Ernst Schwaiger über die Finanzierung des Erpfendorfer Feuerwehrhauses, die nun vollständig abgeschlossen ist.

Im Zuge der Gemeinderatssitzung stand auch die Umwidmung bei der Kläranlage auf der Tagesordnung. Für die Beseitigung von Speiseresten soll eine neue Halle gebaut werden. Die Baukosten werden auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt, die zur Gänze von den 17 Mitgliedsgemeinden des Abwasserverbands bezahlt werden. Für den Biokompost ist jede Gemeinde selbst zuständig. In Kirchdorf werden die Speisereste in Strom umgewandelt. Emissionen sind ausgeschlossen, da die Halle komplett geschlossen ist. Allein im vergangenen Jahr konnten 67.000 Euro an Stromkosten eingespart werden. „Ein Geschäft für die Zukunft“, glauben die Kirchdorfer Gemeinderäte und stimmten einstimmig für die Änderung im Flächenwidmungsplan.


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