Alaba erwischte Juve am falschen Fuß - jetzt winkt das Halbfinale

Juventus-Tainer Antonio Conte musste die Überlegenheit der Münchner neidlos anerkennen: „Bayern ist eine Supermacht.“

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München - David Alaba hat Bayern München Richtung Halbfinale der Fußball-Champions-League geschossen. Mit seinem Blitztor nach 26 Sekunden legte der Wiener die Basis für einen „super Europacupabend“ und das „Wunschergebnis“, wie es Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem 2:0 am Dienstagabend gegen Juventus Turin bezeichnete.

„Juves“ Tormann-Legende Gianluigi Buffon haderte hingegen nach dem frühen Alaba-Treffer. Der Kapitän der „Alten Dame“ wurde beim von Arturo Vidal abgefälschten Weitschuss aus 25 Metern am falschen Fuß erwischt. „Vidal hat den Schuss von Alaba leicht abgefälscht und mich in die falsche Richtung geschickt. Ich hatte bereits einen Schritt nach rechts gemacht und konnte nicht mehr schnell genug in die andere Ecke“, berichtete der 35-Jährige.

Schneller hatte für die Bayern in der Champions League nur Roy Makaay getroffen, und zwar vor sechs Jahren gegen Real Madrid (2:1) bereits nach zehn Sekunden. Buffon war in der Königsklasse zuvor 490 Minuten unbezwungen gewesen. Der 35-jährige Schlussmann erkannte die Klasse der Bayern neidlos an: „Wir haben gegen eine großartige Mannschaft gespielt. Wir können uns nicht beschweren, denn Bayern hat den Sieg klar verdient und sie hatten weitere Torchancen in diesem Spiel. Bayern war uns klar überlegen.“

„Bayern ist eine Supermacht. Deswegen sind sie zu Recht Mitfavorit auf den Titelgewinn“, zog auch Juve-Coach Antonio Conte den Hut vor dem deutschen Rekordmeister. „Bayern war giftig. Die Mannschaft hat den Drang, etwas richtig zu stellen“, betonte Conte mit Blick auf Bayerns verlorenes Heim-Finale gegen Chelsea im Mai 2012. Am meisten schmerzte die Turiner, dass die Bayern ihren Spielgestalter Andrea Pirlo so gut wie perfekt aus dem Spiel nahmen.

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Bayern-Trainer Jupp Heynckes fand seine Mannschaft vor 68.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena „selbstsicher und überragend“. „Das war über weite Strecken hochklassiger Fußball. Das ist bemerkenswert gegen den amtierenden und wohl auch neuen italienischen Meister“, sagte Heynckes. Sportvorstand Matthias Sammer bezeichnete die Art und Weise des Auftritts als „ideal“.

Nach dem Hinspiel, in dem Thomas Müller in der 63. Minute nach schwacher Buffon-Abwehr per Abstauber auf 2:0 erhöhte, scheint die Gefahr des Ausscheidens verschwindend klein zu sein. Doch Rummenigge warnte vor dem Rückspiel am 10. April in Turin: „Wir haben gute Voraussetzungen zum Weiterkommen, dennoch wird es ein schweres Spiel. Wir sollten nicht arrogant oder überheblich dort hinfahren.“

Und auch die Spieler trauerten dem nicht gemachten dritten Treffer nach. „Mein Gefühl sagt mir, wir hätten ein Tor mehr machen müssen“, sagte Bastian Schweinsteiger. Und auch Müller monierte: „Das dritte Tor fehlte noch.“ Bitter für die Bayern war lediglich die Verletzung von Toni Kroos, der mit einem Muskelbündelriss mehrere Wochen ausfällt. Doch auch „Juve“ muss auf zwei bewährte Kräfte verzichten, Vidal und Lichtsteiner fehlen gesperrt. (APA)


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