Umsteigmarathon auf der Bahnfahrt nach Innsbruck

Wer mit der Bahn von Reutte nach Innsbruck fährt, muss künftig zweimal den Zug wechseln. Diese Belastung wird Monate andauern.

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Von Helmut Mittermayr

Reutte, Garmisch –Immer wieder gibt es Schilderungen von Fahrgästen, dass die knappen Anschlusszeiten zwischen der Außerfernbahn und der Mittenwaldbahn in Garmisch für Stress sorgen. Gerade für ältere Personen mit Gepäck bedeutet das oft eine nervliche Strapaze und körperliche Belastung. Nun kommt eine weitere Mühsal hinzu. Reisende, die mit dem Zug vom Außerfern nach Innsbruck fahren – oder umgekehrt – müssen ab 8. April neben Garmisch-Partenkirchen ein weiteres Mal in Mittenwald den Zug wechseln.

Grund dafür ist eine nicht mehr verlängerte Ausnahmegenehmigung der österreichischen Aufsichtsbehörde, ohne die die aktuellen DB-Regionalzüge nicht mehr auf dieser Strecke fahren dürfen. Bei älteren deutschen Zugmodellen können Lokführer nämlich eine durch Fahrgäste einmal aktivierte Notbremse nicht mehr selbst lösen. Lange Aufenthalte in den Tunneln der Mittenwaldbahn wären zu befürchten gewesen (die TT berichtete).

Aus Außerferner Sicht heißt das, dass die bisherige Gesamtfahrzeit Reutte–Innsbruck von zwei Stunden und 20 Minuten noch länger werden dürfte und zweimal umgestiegen werden muss. René Zumtobel, Pressesprecher der ÖBB, glaubt, dass diese Unannehmlichkeiten bis zum Fahrplanwechsel, möglicherweise sogar bis Herbst anhalten könnten. Erst dann würden bei der Deutschen Bahn moderne Züge zum Einsatz kommen, bei denen Notbremsen sofort vor Ort gelöst werden können. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn in München teilt mit, dass die ersten Züge „in den kommenden Wochen“ ausgeliefert würden.


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