IWF beteiligt sich mit einer Milliarde Euro an Zypern-Paket

IWF-Direktorin Lagarde geht davon aus, dass die Mittel Anfang Mai freigegeben werden.

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Nikosia/Brüssel - Der Internationale Währungsfonds (IWF) will sich mit einer Milliarde Euro am Rettungspaket für Zypern beteiligen. Der Fonds stelle das Geld über drei Jahre bereit, teilte IWF-Direktorin Christine Lagarde am Mittwoch mit. Sie gehe davon aus, dass das IWF-Direktorium die Mittel Anfang Mai freigebe. „Mitarbeiter des IWF haben sich mit Mitarbeitern der zypriotischen Behörden auf Arbeitsebene auf ein Wirtschaftsprogramm geeinigt, das der IWF zusammen mit der Europäischen Union und der Europäischen Zentralbank unterstützen wird“, sagte Lagarde.

Das Rettungspaket im Volumen von 10 Mrd. Euro sei dafür vorgesehen, den Finanzbedarf des Landes zu decken. Es solle zugleich die nötigen Maßnahmen umsetzen, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und Zugang zum Kapitalmarkt zu erhalten, sagte sie weiter.

EU-Währungskommissar Olli Rehn und Christine Lagarde betonten am Mittwoch, dass es „bedeutende Herausforderungen“ für Zypern gebe. Die Regierung habe ihr Mehrjahres-Reformprogramm auf den Weg gebracht, um zu einer Stabilität des Finanzsystems und einer fiskalen Nachhaltigkeit zu kommen. Damit sollten die Grundlagen für eine wirtschaftliche Erholung und ein Wachstumspotenzial geschaffen werden, das den längerfristigen Wohlstand für die Bevölkerung Zyperns bewahren könne.

Das Programm ziele darauf ab, die Probleme der beiden größten Banken des Landes anzugehen. Gleichzeitig sollen die schwächsten Gruppen der Gesellschaft geschützt werden. Das soziale Wohlfahrtssystem werde im Hinblick auf die Sicherung der Nachhaltigkeit und der sozialen Fairness geprüft, heißt es in einer Stellungnahme von Rehn und Lagarde. (APA/Reuters)


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