Chat-Nachlese und Video: Leser fragen, Fritz Gurgiser antwortet

Der Wahlkampf zur Tiroler Landtagswahl am 28. April nimmt Fahrt auf. Die Spitzenkandidaten der wahlwerbenden Gruppierungen stellen sich im TT-Live-Chat den Fragen der Leser. Den Anfang machte Fritz Gurgiser. Hier das Chatprotokoll zur Nachlese.

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Fritz Gurgiser:

Ich möchte die Leserinnen und Leser begrüßen und stehe zur Beantwortung aller Fragen, die ich beantworten kann zur Verfügung.

Hat das Land samt VVT diese Benachteiligung für die Landbevölkerung verursacht (dazu zählt offenkundig auch Kufstein), weil das vom Bund bereitgestellte Geld nicht für Railjet-Halte im Unterland ausgegeben wird, oder, sind dafür das ÖBB-Management und die Bundesministerin Bures verantwortlich?

Gurgiser: Es gibt zwei Gründe. Einer ist, dass es keinen politischen Druck gegeben hat. Der zweite ist, dass die ÖBB nur auf Zeit und nicht an Menschen denken. Es war wichtiger, den Zug mit 260 km/h durch das größte Luftsanierungsgebiet zu jagen, als in Jenbach, Wörgl oder Kufstein Menschen mitzunehmen.

Herr Gurgiser. Ich habe Ihr Programm ziemlich genau gelesen. Gefällt mir eigentlich sehr gut. Eine Frage hätte ich zu Beginn. Was verstehen Sie unter Rosstäuschern und wen genau oder was genau meinen sie damit?

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Gurgiser: Rosstäuscher sind Personen, die in den Landtag einziehen und dort die Eigeninteressen ihrer Sponsoren, aber nicht ihrer Wähler vertreten müssen. Damit ist jede Gruppierung gemeint, die von Unternehmern mit Hunderttausenden oder Millionen Euro gesponsert wird, weil diese Sponsoren selbstverständlich für dieses Geld dann eine Leistung erwarten.

Wen soll ich wählen? Sie, als Sachpolitiker fallen mir zusehends positiv auf. Frage: Wie stehen Sie zu Ausländerpolitik und Integration?

Gurgiser: Wir haben auf unserer Homepage einen sehr guten Beitrag unter dem Titel: „Leben und leben lassen“. Ich selber arbeite in einem Metallgewerbebetrieb in Innsbruck seit Jahrzehnten mit Menschen zusammen, die zufällig nicht in Innsbruck oder Tirol geboren sind, die heute alle Mitarbeiter und Freunde sind. Auf den Punkt gebracht ist es so: Wer bei uns arbeitet, sich integriert, ist gleich zu behandeln wie jeder andere. Und weil es uns in unserem Land gut geht, ist es auch gut, dass wir Menschen auf dem Weg in die Integration auch weiterhelfen.

Ist es eine zielführende Politik, wenn vor allem die Bundes- und Landeshauptstadtbewohner zunehmend Vorteile (u.a. beim Bahnverkehr und in vielen anderen Bereichen) an sich reißen? Die Landbewohner müssen dafür als Steuerzahler voll mitblechen und voll unter den Belastungen des Bahnbetriebes leiden (Landnutzung bis hin zur Enteignung, Wasserkraftnutzung am Land primär für den Komfort der Städter, Landschaftsbeeinträchtigung, Bahnlärm, Gefährdungen, usw.), müssen aber deutlich schlechtere Verbindungen in Kauf nehmen. Dabei ist bitte schön klar, dass ein Schnellzug nicht in jedem Dorf halten kann, aber sollte nicht alles getan werden, um diesen unvermeidlichen Nachteil bestmöglich zu kompensieren, statt ihn zu verstärken?

Gurgiser: Ich selbst habe immer nur eine Politik gemacht, die lautet: Stärkung des ländlichen Raumes. Ich war immer ein Gegner der Entsiedelung, was natürlich mit meiner Kenntnis was Autobahnen usw. angeht zu tun hat. Politische Kernaufgabe muss es sein, Strukturen vor allem im öffentlichen Bereich aus den Ballungszentren zurück in den ländlichen Raum zu verlagern, weil wir die Arbeit zu den Menschen bringen müssen und nicht in den Ballungsraum aussiedeln sollten.

Welche Wirkung versprechen Sie sich von Autobahnblockaden?

Gurgiser: Ich habe jetzt 26 Jahre mit Bürgerversammlungen gearbeitet, die immer nur einen einzigen Zweck gehabt haben. Den Druck auf die nationale und internationale Politik zu erhöhen. Erst wenn die Räder still stehen, kommt Bewegung in die Politik. Das ist leider Gottes ein nüchterner Befund. Die Erfolge kann man darin erkennen, dass es uns zumindest in weiten Bereichen gelungen ist, wichtige Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung zu erreichen: LKW-Nachtfahrverbot, Lärmschutz an Eisen- und Autobahnen, LKW-Fahrverbote für schadstoffreiche Lastkraftwagen bis hin zur Einhausung Amras und vieles anderes mehr. Ohne diesen berechtigten Bürgerwiderstand der Tiroler Bevölkerung gäbe es alle diese Maßnahmen nicht.

Hallo Fritz, was sagst Du zu den geringen Löhnen im Gesundheitsbereich ganz egal ob in den Krankenhäusern, im Sozialsprengel oder in den Seniorenheimen?

Gurgiser: Ich habe vorgestern in der Diskussion in der Klinik in Innsbruck deutlich gesagt, dass wir in Land und Bund dringenst im Gesundheitsbereich, Sozial- und Pflegebereich deutliche Prioritäten hinsichtlich einer angemessenen Bezahlung setzen müssen. Die Gesundheit ist das wichtigste Gut. Das ist das eine. Die Berufe in Klinik, Pflegeheim usw. sind psychisch sehr belastend. Daher ist es eine ausgemachte Schweinerei, wenn auf dem Rücken dieser Beschäftigten „gespart wird“, zu einer Zeit in der es kein Problem darstellt Millionen und Milliardenbeträge an Steuergeld in Tunnels zu versenken, die kein Mensch braucht.

Wie sind Sie ins TT-Gebäude gekommen?

Gurgiser: Über die Tiefgarage.

Kommt in Tirol der Kinder-Regress wieder.

Gurgiser: Wenn wir etwas mitzureden haben, dann sicher nicht.

Herr Gurgiser, zu Kufstein: Wir ersticken jedes Wochenende im Verkehr (Schigebiete), wie kann man dieses Problem lösen?

Gurgiser: Das Problem ist dann zu lösen, wenn in Tirol von der Politik ebenso wie von Seilbahnen und Touristikern akzeptiert wird, dass wir nur einen begrenzten Raum zur Verfügung haben. Das heißt die Zukunft kann nur sein, dass vor allem in die Qualität der bestehenden Tourismusgebiete investiert wird, nicht aber in die Erhöhung der Betten und Liftkapazitäten. Eine kurzfristige Maßnahme wäre v.a. die Entzerrung des Urlauberschichtwechsels der derzeit oft am Samstag stattfindet und zudem noch auf die Tagespendler trifft.

Hallo Fritz, Du sprichst Dich immer wieder gegen den BBT aus. Warum eigentlich, sollte der nicht schon lange fertig sein?

Gurgiser: Ich habe mich niemals gegen den BBT ausgesprochen. Das wird nur von den echten BBT-Gegnern behauptet, die in der Tiroler Landesregierung, im Bund und auch in den Wipptaler Gemeinden sitzen. Mein ganzes Engagement seit über 25 Jahren ist darauf ausgelegt, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass eine Verlagerung auch wirtschaftlich möglich ist. Derzeit verhindern ÖVP, SPÖ und FPÖ in Tirol seit rund einem Jahr ein neues sektorales Fahrverbot und die Folge ist, dass die RoLa über den Brenner bereits 70 Prozent Minus verzeichnet. Die Voraussetzung für eine Verlagerung (des Transitverkehrs) sind entsprechende verkehrspolitische Maßnahmen auf der Straße, die zu setzen sind.

Hallo Herr Gurgiser. Woher bekommen Sie die finanziellen Mittel für Ihren Wahlkampf?

Gurgiser: Das sind Ersparnisse von Thomas Schnitzer und mir, die wir in den letzten fünf Jahren angesammelt haben, weil wir ja keine Parteiförderung erhalten.

Noch was: Können sie mir den kurz Unterschied erklären zwischen ihnen und den Grünen wenn es um den Naturschutz und den Lebensraum geht? Sie plakatieren ja, dass Raubbau betrieben wird und dass unsere „Kinder unter Asthma leiden...“

Gurgiser: Ich bin Staatspreisträger für Natur- und Umweltschutz und aktiv in der Tiroler Wirtschaft tätig. Ich habe dazu einen sehr pragmatischen Ansatz. In einem Land mit nur 11,9 Prozent besiedelbarer Fläche muss es einen fairen Ausgleich zwischen Natur nutzen und Natur schützen geben. Dass ich oft eine sehr harte Linie verfolge, hängt damit zusammen, dass ich ein Motto von Bischof Reinhold Stecher stets mit mir trage: „Wer die Natur zerstört, zerstört die Seele des Landes.“ Und dem ist nichts hinzuzufügen. Wir müssen unsere Naturjuwele der nächsten Generation erhalten.

Was glauben sie wie sich der Verkehr auf der Autobahn verhalten würde, wenn höchstens 60 km/h für Lkw erlaubt wären? Darf diese Zweckentfremdung dann noch Autobahn genannt werden?

Gurgiser: Zu dem Thema ist nur eines klar zu sagen. Die politische Verpflichtung lautet, die Belastungen aus dem Verkehr auf ein Maß zu verringern, welches keine Schäden an der Bevölkerung und Wirtschaft anrichtet. Und dazu gehören eben alle Maßnahmen, die die Abgasbelastungen senken, darunter eben auch Tempolimits. Das Tempo 60 für Lkw ist dabei nur ein Teil in einem Maßnahmenpaket welches dringend notwendig ist, weil die Gesundheit ganz einfach das wichtigere Gut als der freie Warenverkehr über den Brenner darstellt.

Hallo Herr Gurgiser, eine Frage zum Thema Feinstaub in Tirol: Neben dem Transit kommt auch ein Großteil des Feinstaubes in Tirol aus dem Hausbrand, sprich Heizen. Was wird dagegen unternommen um auch diese Staubquelle zu verringern? Vielen Dank!

Gurgiser: Richtigerweise muss man sagen, dass es im Bereich Hausbrand, aber auch Wirtschaft und Industrie in den letzten Jahrzehnten deutliche Verbesserungen gegeben hat. Dessen ungeachtet sind weitere Maßnahmen zu setzen um auch im Bereich Feinstaub die schweren gesundheitlichen Folgen hintan zu halten.

Eine – wie zu erwarten ist – gänzlich zersplitterte Opposition spielt eigentlich nur den Regierenden in die Hände. Viele kleine Gegner sind leichter zu übergehen als ein oder zwei große. Sehen sie das nicht auch so?

Gurgiser: Die Frage ist einfach zu beantworten. Suchen Sie sich bei den kleinen Parteien die Sie meinen, die beste aus und stärken Sie sie. Dann werden aus kleinen auch große und können Ihre Interessen auch besser vertreten.

Was arbeiten Sie in diesem Metallgewerbebetrieb?

Gurgiser: Ich bin zuständig für den kaufmännischen Bereich und einen Teil der Produktion und die Betreuung der Mitarbeiter. Ich lade Sie gerne zu einem Besuch bei mir ein.

Sie haben Ihr Mandat aus der Liste Fritz bezogen und liegen in den letzten Umfragen deutlich unter der 5-Prozent-Marke. Wie interpretieren sie Ihre scheinbar doch nur sehr geringe Popularität ?

Gurgiser: Ich habe mir mein Mandat selbst erworben und für mich gibt es nur eine einzige Umfrage: Die vom 28. April, wenn die Stimmen ausgezählt sind.

Wie stehen Sie zum Projekt „Tschirganttunnel“ ??

Gurgiser: Das Problem im Oberland und am Fernpass kann durch keinen Tunnel gelöst werden. Dazu haben wir ein Maßnahmenpaket vorgestellt, welches sich in kurzfristige, mittel und langfristigen Lösungsansätzen präsentiert und auf unserer Homepage einsichtig ist. Wir bitten Sie uns dabei zu unterstützen, denn die Ist-Situation verlangt nach Sofortmaßnahmen und nicht einer weiteren 30-jährigen Tunneldebatte.

Herr Gurgiser: Warum IGL?

Gurgiser: Der Pkw-Anteil an den hohen Stickstoffdioxyd-Belastungen (schweres Atemwegsgift) liegt derzeit bei knapp 45 Prozent. Daher muss auch der Pkw durch ein Tempolimit einen bescheidenen Beitrag zur Luftverbesserung leisten. Die Gegenleistung für einen vermeintlichen, aber kurzen Zeitverlust merke ich zumindest jedes Mal beim Tanken, weil ich mir zwischen 15 und 20 Prozent der ohnehin hohen Spritpreise durch eine geringere Geschwindigkeit erspare. Vielleicht wäre das auch für Sie ein Anreiz. Und den Anreinern wäre damit sehr geholfen.

Hallo Herr Gurgiser, wie stehen Sie dazu, dass auch Tiroler Unternehmen immense Mehrkosten aufgrund der ständig steigenden Mauttarife haben?

Gurgiser: Auch die Tiroler Wirtschaft muss grundsätzlich darauf achten, dass wir in diesem Land leben und wirtschaften können und daher sind diese Beiträge zu leisten. Wenn Sie die Querfinanzierung für den BBT durch die Unterinntalmaut meinen, so habe ich sie von Beginn an strikt abgelehnt. Sie wurde allerdings in Wien von Landeshauptmann Günther Platter und WK-Präsident Jürgen Bodenseer mit Frau Ministerin Doris Bures so vereinbart.

Hallo Herr Gurgiser! Was halten Sie von den Bemühungen des Team Stronach?

Gurgiser: Ich lehne diese Gruppierung ab, weil ich ein strikter Gegner von Lobbyismus in der Politik bin. Wir als gewählte Mandatare haben ausschließlich die Interessen des Landes, auf die wir angelobt werden, zu vertreten und nicht die Interessen von wildfremden Geldgebern. Das sich diese Gruppierung noch vor der Wahl bereits in den Haaren liegt, schadet dem Ansehen der Politik im Allgemeinen.

Mich würde mal das Thema Wohnen interessieren.

Gurgiser: Zum Thema Wohnen haben wir mit Experten ein Dossier erarbeitet, welches Sie bitte auf unserer Homepage im Detail ansehen können. Im Kern geht es darum, dass nur ein Gesamtpaket diese Problematik lösen kann. Es geht um einen neuen Umgang mit Grund und Boden. Vor allem müssen sämtliche (Bau-)Vorschriften entrümpelt werden, damit wieder günstiger gebaut werden kann. Vor allem auch muss die Lohnsituation der Bevölkerung deutlich verändert werden. Derzeit leiden wir seit mehr als zehn Jahren trotz jährlicher Lohnerhöhungen unter einem realen Verlust. Und dieses Missverhältnis führt dazu, dass vor allem Jung-Familien kaum mehr Chancen haben, mit ihren niederen Einkommen sich ein Dach über dem Kopf zu leisten.

Aus welchen Quellen beziehen Sie ihre Ersparnisse?

Gurgiser: Aus meiner Arbeit und dem Lohn dafür.

Wie stehen Sie zu weiteren Schigebietserweiterungen?

Gurgiser: Wir haben eine klare Linie: Verbesserung der Qualität in den bestehenden Skigebieten ja, weiterer Ausbau, wie beispielsweise ein Eingriff ins Ruhegebiet Kalkkögel, schließen wir aus.

Hallo Fritz, würdest Du Dich mit Deinem Team dafür einsetzen, dass die Treibstoffpreise bei uns genauso „niedrig“ sind wie in den anderen Bundesländern? Das Familienbudget ist eh schon mit teuren Mieten mehr als strapaziert.

Gurgiser: Wir setzen uns grundsätzlich dafür ein, dass der Missstand des Reallohneinkommens-Verlustes beseitigt wird. Ebenso dafür, dass vor allem Familien steuerlich entlastet werden und wieder in eine Situation kommen, sich selbst erhalten zu können.

Hallo Herr Gurgiser ist in Ihrer Politik nur Umweltschutz und Verkehr usw. enthalten oder kümmern Sie sich auch um andere politische Themen?

Gurgiser: Wir haben uns in unserem Grundsatzprogramm auf sechs Grundwerte geeinigt: Familie, Gesundheit, Arbeitsplatz, Lebensraum, Finanzen und Sicherheit. Wir sind durch unsere Teammitglieder, die allesamt mit beiden Beinen in Familie und Beruf stehen, bestens dafür geeignet, für alle wichtigen anstehenden Themen die richtigen Lösungen anzubieten. Machen Sie bitte Gebrauch davon!

Vorwahl ist nicht Nachwahl: Halten Sie das ein was Sie auf Ihrem Programm stehen haben?

Gurgiser: Alles, was ich und mein Team vor der Wahl sagen, gilt selbstverständlich auch nach der Wahl. Die Handschlagsqualität ist eines meiner Markenzeichen.

Laut EWG werden die fossilen Rohstoffe schneller verbraucht sein, als allgemein angenommen. Welche Anreize soll es geben, damit Tirol unabhängiger wird?

Gurgiser: Wir haben uns im Landtag unter anderem zum Kriterienkatalog Wasserkraft bekannt. Ganz persönlich meine ich, dass wir in erster Linie aufs Einsparen setzen müssen, in zweiter Linie auf Effizienz. Drittens auf die bestmögliche Nutzung der Sonnenenergie und damit einen schrittweisen Ausstieg aus nicht nachwachsenden Rohstoffen.

Hallo Fritz! Wie viele Prozente erwarten Sie bei dieser Wahl für Ihre Bewegung?

Gurgiser: Wenn die Tirolerinnen und Tiroler eine unabhängige, ehrliche und starke Vertretung ihrer Kernanliegen wollen, so sind wir nicht beleidigt, wenn Sie uns mit einer deutlichen Anzahl wählen. Prognosen möchte ich nicht abgeben, weil ich kein Hellseher bin.

In Österreich siedeln sich immer mehr Konzerne aus dem Ausland an, egal welche Branche. Sie blasen den heimischen Kleinunternehmer vom Markt. Freie Marktwirtschaft hin oder her. Ich befürchte, dass sich da kein Politiker drüber traut, oder ?

Gurgiser: Unser Problem sind nicht die Konzerne aus dem Ausland, unser Problem in den Klein- und Mittelbetrieben ist die EU-Dienstleistungsfreiheit, die es ermöglicht, dass wir mit Sub-Sub-Sub-Unternehmen Leasing-Arbeitern und anderen Billigst-Arbeitern konkurriert werden. Dagegen habe ich im Tiroler Landtag versucht mit einem Bestbieterprinzip zumindest im öffentlichen Bereich einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen. Schauen Sie sich dazu bitte unsere Anträge auf unserer Homepage an und unterstützen uns, wo immer es Ihnen möglich ist.

Herr Gurgiser: Wie stehen Sie zum heiß umkämpften Thema Agrargemeinschaft versus Gemeinden? Sie sagen selbst Ihre Politik möchte den ländlichen Raum stärken. Dazu sind unsere Bauern doch eine wertvolle Stütze oder?

Gurgiser: Ich bin in meiner gesamten politischen Tätigkeit immer für einen fairen Umgang mit den Bauern gestanden. Dazu auch der Beitrag Regionalwirtschaft und Bauern auf unserer Homepage www.gurgiser-team.at - Die Agrardiskussion schmerzt insbesondere als nun erwirtschaftete Gelder statt in den Agrar- oder Gemeindekassen in den Kassen von Advokaten landen. Daher wäre mein Wunsch, wenn es auf der Vernunftsebene endlich gelingen würde, dieses Thema rechtskonform abzuhandeln und die Streitereien, die große Gräben durch betroffene Gemeinden ziehen, beenden würden.

Ich bedanke mich für die vielen Fragen. Wenn Sie weitere haben, wissen Sie wo Sie uns erreichen können. Schenken Sie uns Ihr Vertrauen für die beste Bürgerpolitik, die es je in Tirol gegeben hat.

Alles Gute. Hat mir sehr gut gefallen – Ihre Antworten...

Gurgiser: Vielen Dank.


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