Gemeinsames Garteln soll die Innsbrucker verbinden

Innsbruck – Was in Großstädten wie New York und Berlin bereits gang und gäbe ist, soll mit Ende des Monats in Innsbruck realisiert werden: D...

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Innsbruck –Was in Großstädten wie New York und Berlin bereits gang und gäbe ist, soll mit Ende des Monats in Innsbruck realisiert werden: Die Innsbruckerin Eleonore Rangger will das „Urban Gardening“ – also das „Garteln“ in der Stadt – für die Einwohner der Landeshauptstadt möglich machen. Die Stadt stellt der Bevölkerung dafür eine 2800 Quadratmeter große Wiesenfläche in Pradl (Pacherstraße 32) zur Verfügung.

Für Rangger wird mit dem Projekt „Rucola – grün statt grau“ ein Traum wahr. „Als ich vor zweieinhalb Jahren den Prinzessinnengarten in Berlin besucht und diese ganz besondere Atmosphäre dort gespürt habe, wollte ich so etwas auch in meiner Heimatstadt“, erzählt sie. Das Garteln an sich stehe aber bei ihrem Projekt nicht im Vordergrund. Es gehe vielmehr um die gemeinsame Arbeit. „In unserer schnelllebigen Zeit kennen wir oft nicht mal unseren Nachbarn. Wir haben verlernt, miteinander in Kontakt zu treten“, meint Rangger.

Im Gemeinschaftsgarten soll sich das ändern. Dort können sich Menschen treffen und austauschen. „Das ist das Besondere am Urban Gardening. Jeder kann mitmachen. Egal welcher Herkunft, Religion und Hautfarbe“, sagt Rangger. Hauptsache, man schafft etwas in der Gemeinschaft.

In 300 mobilen Behältern können Hobbygärtner heimisches Gemüse wie Tomaten, Kartoffeln, Karotten, Radieschen oder Kräuter anbauen. Die Ernte können Gärtner, die regelmäßig kommen, mitnehmen. Wer nur auf einen Besuch vorbeischaut, kann sich Gemüse für ein kleines Entgelt mitnehmen. „Die Pacht läuft ein Jahr, dann schauen wir weiter, wie sich das Projekt entwickelt hat“, sagt Rangger und hofft auf zahlreiche Besucher – mit oder ohne grünen Daumen.


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