Jobalarm in Tirol, Kurzarbeit droht

Innsbruck – Der Wirtschaftsstandort Tirol ist zuletzt von der schwächelnden Konjunktur schwer getroffen worden. Diese Woche wurde bekannt, d...

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Symbolfoto.
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck –Der Wirtschaftsstandort Tirol ist zuletzt von der schwächelnden Konjunktur schwer getroffen worden. Diese Woche wurde bekannt, dass Swarovski in Wattens seinen Personalstand um 150 Jobs kürzt, dazu kommen bis zu 109 Mitarbeiter in der Tyrolean-Verwaltung, deren Jobs nach Wien verlagert werden. Zu Jahresbeginn hatte der deutsche Autozulieferer Schmitter sein Werk in Mutters zugesperrt, 63 Tiroler Arbeitnehmer verloren ihre Jobs. Der deutsche Miederwarenhersteller Anita kündigte im Februar 20 Näherinnen in Matrei in Osttirol, mit dem Aus bei der Herdfabrik Riser in Stumm stehen seit 1. April 27 Mitarbeiter auf der Straße.

„Die Vorzeichen für das erste Halbjahr 2013 waren nicht rosig“, sagt Sabine Platzer-Werlberger, stellvertretende Geschäftsführerin des AMS Tirol, „die jüngste Häufung kam aber überraschend.“ Obwohl die Arbeitslosigkeit in Tirol im März leicht zurückgegangen ist, wird ein Anstieg um etwa 800 Betroffene erwartet. „In der industriellen Produktion steht ein Strukturwandel an“, warnt sie. Zuletzt habe es kaum Anfragen zur Kurzarbeit gegeben, ausgeschlossen werde eine neue Welle aber nicht. Zum Höhepunkt der Krise mussten 2009 in Tirol 5800 Dienstnehmer kurzarbeiten, derzeit sind es 16. Im ersten Quartal 2013 stieg die Zahl der Firmenpleiten um 23 % auf 221, 332 Arbeitnehmer waren betroffen. (bea)

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