Skandal-Profis Barton und Streit schlugen erneut zu

Während Marseille-Kicker Barton mit homophoben Äußerungen für Empörung sorgte, wurde Köln-Profi Streit handgreiflich.

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Innsbruck – Skandal-Fußballer Joey Barton hat neuen Ärger. Eine homophobe Äußerung des Engländers löste in Frankreich einen Eklat aus. Der Profi von Olympique Marseille bezeichnete den brasilianischen Nationalspieler Thiago Silva von Paris Saint-Germain auf Twitter als „Transsexuellen“ und „übergewichtigen Ladyboy“. PSG und die Schwulenorganisation Paris Foot Gay (PFG) kritisierten die Äußerungen als inakzeptabel. Auf Antrag von PFG schaltete die französische Profiliga am späten Mittwochabend den Nationalen Ethikrat ein, der Sanktionen gegen Barton verhängen kann.

PSG hatte zuvor mitgeteilt, man werde mit Silva über weitere Schritte beraten. Olympique entschuldigte sich unterdessen auch im Namen von Barton und rief den 30-jährigen Mittelfeldspieler dazu auf, der Polemik ein Ende zu setzen. Silva, dem die Attacke galt, hatte zuvor Bartons Kritik an dem brasilianischen Jungstar Neymar zurückgewiesen.

Im Laufe seiner Karriere sorgte der zur Zeit von Queens Park Rangers ausgeliehene Barton aufgrund von Fehltritten auf und neben dem Spielfeld schon mehrfach für Aufsehen. Sein deutsches Pendant Albert Streit steht ihm da um nichts nach.

Vier Monate Sperre für Albert Streit

Der frühere Bundesliga-Profi vom FC Viktoria Köln ist nach einer Tätlichkeit für vier Monate gesperrt worden. Der 32-Jährige soll beim 0:4 seiner Mannschaft bei der Reserve des VfL Bochum auf dem Weg in die Halbzeitpause Gegenspieler Fabian Götze, den Bruder des BVB-Profis Mario Götze, im Spielertunnel geschlagen haben. Dafür sah Streit die Rote Karte.

Der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband verhängte die Sperre bis zum 15. Juli. Der Platzverweis am 16. März war für Streit der zweite innerhalb von vier Wochen und der vierte der Saison. Nun denkt er über sein vorzeitiges Karriereende nach.

„Albert hat gesagt, wenn er länger gesperrt wird, überlegt er sich, ob er seine Karriere überhaupt fortsetzt“, sagte Viktorias Sportchef Franz Wunderlich am Donnerstag. Ob der Club bis zum Vertragsende 2014 mit dem Mittelfeldspieler plant, wollte der Sportchef nicht kommentieren. „Wir setzten uns erst mit Albert zusammen und besprechen, wie es weitergeht“, sagte Wunderlich.

Streit wechselte im Winter von Alemannia Aachen nach Köln. In Aachen sah er in der Hinrunde zweimal die Gelb-Rote Karte. In der Bundesliga bestritt Streit 118 Spiele für Eintracht Frankfurt, 1. FC Köln, Schalke 04, VfL Wolfsburg und den Hamburger SV. (dpa)


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