„Vorwärts“ könnte Hosp als LH-Kandidatin nominieren

Neben dem Spitzenkandidaten Hans Lindenberger wird „Vorwärts Tirol“ auch noch eine Landeshauptfrau-Ansage für die Landtagswahl treffen.

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Eine neue Autobahn durch das Außerfern wird von Liste Fritz, ÖVP und Grünen als einziger Verkehrsmoloch gesehen.Symbolf oto: Pantherstock

Von Peter Nindler

Innsbruck – Die Ansage beim Wahlkampfauftakt in Innsbruck war klar: Die neue bürgerliche Gruppierung „Vorwärts Tirol“, die von der Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, der ehemaligen ÖVP-Landesrätin Anna Hosp und Ex-SP-Landesrat Hans Lindenberger aus der Taufe gehoben wurde, will keine Koalition mit der ÖVP unter der Führung von LH Günther Platter eingehen. Aufgrund dieser Festlegung gab es zuletzt einige interne Debatten. Es geht darum, ob „Vorwärts Tirol“ neben dem Spitzenkandidaten Hans Lindenberger noch einen eigenen Landeshauptmannkandidaten präsentieren soll.

Als Diskussionsgrundlage dafür dient eine vom 25. bis 27. März durchgeführte repräsentative Meinungsumfrage des Haller Politikberaters Thomas Rachbauer unter 500 Tirolern im Auftrag von „Vorwärts Tirol“. In der Hochrechnung für die Landtagswahl käme die ÖVP derzeit auf 36 Prozent und „Vorwärts Tirol“ auf 16 Prozent. Dahinter folgen die Grünen mit 14 Prozent, die SPÖ mit elf Prozent, die FPÖ mit sieben Prozent und das Team Stronach mit vier Prozent. Die Liste Fritz und die weiteren vier kandidierenden Parteien würden demnach den Einzug in den Landtag nicht schaffen. Zum Vergleich dazu die im März veröffentlichte TT

-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Karmasin: Hier könnte „Vorwärts Tirol“ mit rund neun Prozent der Wählerstimmen rechnen.

Interessant ist auch die Frage, wer künftig eine wichtigere Rolle in der Landespolitik spielen soll. Hier rangiert in der „Vorwärts“-Umfrage Wissenschaftsminister Karl-Heinz Töchterle bei der „Ja/Nein-Differenz“ mit 135 Pluspunkten vor Oppitz-Plörer (133), Günther Platter (74), Anna Hosp (39) und SP-Chef Gerhard Reheis (24). Am vergangenen Wochenende wurden die Umfrageergebnisse intern analysiert und erste Überlegungen zur Landeshauptmann-Frage angestellt. Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer gilt als Verfechterin

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dafür, um vor der Wahl noch eine Zuspitzung und eine Mobilisierung zur erreichen.

Gegenüber der

Tiroler Tageszeitung

bestätigt Oppitz-Plörer diese Überlegungen. „Wenn sich das Vertrauen der Bevölkerung weiterhin so positiv entwickelt und wir realistische Chancen sehen, zweitstärkste Kraft zu werden, wird sich ,Vorwärts Tirol‘ dieser Frage stellen.“ Wer Landeshauptmannkandidat oder -kandidatin sein soll, darüber hüllt sie sich noch in Schweigen. Aber: „Wie vor der Wahl in Innsbruck werden wir dem Wähler klar und transparent darlegen, wen „Vorwärts“ als Landeshauptmannkandidaten für eine demokratische Erneuerung Tirols für die Wahl am 28. April vorschlägt.“

Nach den Umfragen wäre Oppitz-Plörer erste Wahl, doch sie hat bereits ausgeschlossen, in die Landespolitik zu wechseln. Sie kandiert auch nicht für den Landtag. So läuft alles auf Anna Hosp hinaus, die gemeinsam mit Hans Lindenberger im Wahlkampffinale auftreten und den amtierenden ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter herausfordern soll.


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