Bildungsministerin: „Neue Mittelschule zu wenig beworben“

Dass sich der Andrang auf die Neue Mittelschule in Tirol in Grenzen hält, liegt laut Ministerin Claudia Schmied an „falscher Kommunikation“.

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Von Katharina Zierl

Innsbruck – Dass in Tirol trotz der Installierung der Neuen Mittelschule (NMS) immer mehr Kinder in die AHS (allgemeinbildende höhere Schule) drängen, ist laut Bildungsministerin Claudia Schmied „kein inhaltliches Problem“. Schließlich sei die Entwicklung des neuen Angebots österreichweit „sehr erfreulich“. Vielmehr würden die NMS in Tirol im Gegensatz zu anderen Bundesländern „zu wenig propagiert“. Die Kommunikation in Richtung Öffentlichkeit laufe teilweise falsch ab. „Im Burgenland etwa werden in den Neuen Mittelschulen immer mehr Klassen gebraucht. Es kommt immer darauf an, wie ein Angebot präsentiert wird“, sagte Schmied am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Innsbruck.

Auch heuer gab es in Tirol wieder einen massiven Andrang auf die Gymnasien. Landesschulratspräsident Hans Lintner erklärte dazu, dass die Neue Mittelschule „eben nicht alle Probleme lösen kann“ und „die Erwartungen nicht realistisch waren“ – die TT berichtete.

Das Konzept der Neuen Mittelschule werde trotz Kritik weiterhin konsequent ausgebaut, betont Schmied. 74 NMS-Standorte gab es im Schuljahr 2012/13 in Tirol. „Noch heuer im Herbst kommen weitere 24 Standorte dazu“, erklärte die Unterrichtsministerin.

Den Vorstoß von LH Günther Platter, gegen Bundes-ÖVP-Linie in Tirol die Gesamtschule einführen zu wollen, begrüßt Schmied: „Das ist positiv zu bewerten. Ohne eine entsprechende Gesetzesänderung auf Bundesebene kann Tirol aber keinen Alleingang starten.“ LHStv. Gerhard Reheis erklärte, dass „Platter sich wohl nach der Wahl wieder der Linie der Bundes-ÖVP anschließen wird“.

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