Mit viel Gebell zum WM-Finale

In drei Disziplinen bewiesen sich die besten Schäferhunde Österreichs, doch nur fünf fliegen zur Weltmeisterschaft.

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Von Sabine Schluifer

Telfs – „Revier!“, hallt es laut und scharf über das Feld hinter der Telfer Eishalle, wo vergangenes Wochenende die erste Vorausscheidun­g zur Weltmeisterschaft der deutschen Schäferhunde stattfand. Schon prescht ein kräftiger, schlanker Hund von einem blauen Zelt zum nächsten. Im letzten versteckt sich ein Schutzhelfer mit Jute­armschutz. „Diesen muss der Hund verbellen, darf aber nicht mal mit der Nase dran stupsen“, erklärt Hartmut Schrott, Obmann des Telfer Schäferhundevereins, der die Veranstaltung organisiert. Was für den Laien gefährlich aussieht, ist für den Hund ein Spiel. Deshalb ist diese Disziplin für das Tier enorm anstrengend. „Der Hund muss seinen Spieltrieb unter­drücken und dem Hundeführer gehorchen“, sagt Patrick Steinberger, einer der beiden Schutzhelfer, der sich für seine Aufgabe aufwärmen muss, wie ein Fußballspieler vor einem Match.

Tatsächlich trägt er Fußballschuhe für einen guten Stand. Den braucht er auch, denn die 30 Kilo schweren Hunde kommen mit vollem Tempo auf ihn zugestürmt und beißen in den Jutearm. Ein Umfallen würde die Sicherheit des Hundes gefährden, und die ist oberstes Gebot für die Schutzhelfer. Ihr eigenes Risiko ist gering einzuschätzen, denn immerhin wird hier in der höchsten Prüfungsstufe gekämpft. Bis zu drei Jahre muss ein Hundeführer intensiv mit seinem Tier trainieren, um hier mithalten zu können. Ebenfalls geprüft werden „Unterordnung“ und „Fährtensuche“. Letzteres ist laut Schrott aufgrund der „momentan toten Wiesen durch den Schnee“ die schwierigste und somit entscheidende Disziplin in diesem Wettkampf. Dennoch hat Wotan vom Haus Pixner aus Jenbach die Fährte aufgenommen und konnte als Sieger – natürlich „bei Fuß“ – mit seinem Herrn Hannes Braunhofer vom Feld schreiten.

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