Atomstreit mit Iran geht in die nächste Verhandlungsrunde

Der Iran besteht auf seinem zivilen Atomprogramm. Der Westen verlangt mehr Kontrolle. Im Atomstreit findet am Freitag eine neue Verhandlungsrunde statt und es gibt Gründe frü Optimismus.

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Almaty – Mit verhaltenem Optimismus gehen der Iran und seine internationalen Gesprächspartner an diesem Freitag in die nächste Verhandlungsrunde über Teherans umstrittenes Atomprogramm.

Zur Debatte steht bei dem Treffen in Kasachstan ein neues Angebot der sogenannten 5+1-Gruppe (die UN-Vetomächte Russland, USA, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland). Demnach müsse der Iran nicht mehr wie bislang verlangt die Anreicherungsanlage für Uran in der Stadt Fordo komplett schließen, sagte ein westlicher Diplomat. Lediglich die Leistung solle heruntergefahren werden.

Bislang hat der Iran noch nicht auf das Angebot reagiert. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, die Verhandlungsführerin der 5+1-Gruppe, hofft zudem auf einen Gegenvorschlag Teherans. Es ist bereits das zweite Mal binnen zwei Monaten, dass sich beide Seiten in der kasachischen Großstadt Almaty treffen.

Ziviles Atomprogramm als Grundvoraussetzung

Der iranische Chefunterhändler Said Dschalili betonte am Donnerstag erneut, dass Teheran auf seinem Recht beharre, ein ziviles Atomprogramm zu unterhalten. Das sei die Grundlage für erfolgreiche Gespräche, sagte Dschalili. Die 5+1-Gruppe lehnt dies allerdings bislang ebenso ab wie eine Aufhebung der Sanktionen gegen Teheran.

Ein iranischer Diplomat sagte der Nachrichtenagentur Isna, dass sich Teheran und die 5+1 auf einen Fahrplan für die kommenden sechs Monate geeinigt hätten. Dieser Zeitraum ist nach Ansicht von Experten bewusst gewählt, da im Iran bis Juli ein neuer Präsident im Amt ist. (dpa)


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