Platter sieht Kritiker mit im ÖVP-Boot

Beim letzten Mal erreichten Sie 96 Prozent, jetzt sind es 98,3 Prozent. Wie bewerten Sie das Ergebnis für sich?...

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Beim letzten Mal erreichten Sie 96 Prozent, jetzt sind es 98,3 Prozent. Wie bewerten Sie das Ergebnis für sich?

Günther Platter: Für mich ist es ein sensationelles Ergebnis. Es ist ein Signal der Geschlossenheit, wenn so viele Funktionäre in einer geheimen Wahl abstimmen und die Zustimmung so groß ist. Das ist ein Motivationsschub für die Wahl.

Die ÖVP hat ihr Wahlziel revidiert und auf das Halten der Mandate festgelegt. Das könnte sich bereits mit 35 Prozent ausgehen. Gibt es für Sie eine persönliche Schmerzgrenze?

Platter: Ich bleibe dabei. Wir wollen wieder 16 Mandate haben. Bei elf Listen ist das ein schwieriges Match.

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Ihre Stellvertreter sind dieses Mal gewichtigere Persönlichkeiten. Haben Sie damit auf parteiinterne Kritik reagiert?

Platter: Meine Stellvertreterinnen haben in den letzten fünf Jahren fleißig gearbeitet und mich unterstützt. Jetzt war es mir wichtig, dass die drei großen Bünde, Wirtschafts-, Bauernbund und Arbeitnehmerflügel vertreten sind und die derzeitige Frauenbundchefin mit dabei ist.

Kritiker werfen Ihnen vor, dass Sie das Zersplittern der Partei nicht verhindern konnten und sich „Vorwärts Tirol“ gebildet hat.

Platter: Ich weiß nicht, von welchen Kritikern Sie sprechen. Heute war alles da, was in der Volkspartei Rang und Namen hat. Auch kritische Stimmen wie Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf. „Vorwärts“ wird von einem SPÖ-Kandidaten angeführt.

In der Agrarfrage heißt es, Sie hätten früher reagieren müssen und Agrarlandesrat Steixner früher zum Ausscheiden aus der Regierung bewegen und Ernst Schöpf in die Regierung holen müssen.

Platter: Es gibt in einer Partei unterschiedliche Meinungen. Das ist auch gut so. Heute waren dennoch alle da, da braucht man nicht mehr herumzudiskutieren.

Das Interview führte Anita Heubacher


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