Ein Samstag der ersten und letzten Entscheidungen

Tirols Volleyballerinnen gegen den Rest von Österreich: Die TI erwartet zum zweiten Halbfinale Linz/Steg, der VCT Klagenfurt – beide um 18 Uhr.

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Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –1,96 Meter sind eine stattliche Größe, selbst im Volleyball. Und noch dazu für eine Frau. Wenn dann eine wie Lauren Barfield, US-Legionärin bei ASKÖ Linz/Steg, derart herausragt, muss sogar Hypo- und Nationalteamspieler Alexander Berger 30 Millimeter aufschauen. „Normalerweise sieht man den Kopf nicht über der Netzkante, aber bei ihr ...“, staunte TI-Obmann Michael Falkner beim Aufeinandertreffen im ersten Halbfinale der Austrian-Volley-League-Play-offs vor einer Woche.

Aufgeschaut haben die Innsbrucker Volleyballerinnen dann auch im Spiel gegen das nicht nur in Zentimetern übermächtige MEVZA-Team. Zu groß erschien der Unterschied, zu schnell flogen die Bälle und zu druckvoll war das Service der Profi-Truppe, die sich heuer vorgenommen hat, Spitzenreiter Post Wien vom Thron zu stoßen.

Die schnelle 0:3-Niederlage will TI-Volley aber nicht auf sich sitzen lassen. „Das erste Spiel in Linz ordnen wir in die Kategorie ‚Das hat nie stattgefunden‘ ein“, hakt Mannschaftsführerin Regine Silberberger ab. Den Gegnerinnen sei alles aufgegangen und bei ihnen selbst eben gar nichts. Ziel sei es, die Oberösterreicherinnen ordentlich zu ärgern. „Dafür fahren wir auch gerne noch einmal nach Linz“, gibt Silberberger selbstbewusst als Parole aus, um doch noch ein drittes Spiel in der „Best-of-three“-Serie zu erzwingen.

Die Taktik ist bereits ausgeklügelt, in den vergangenen Tagen wurde noch gefeilt – an letzten Details wie druckvollem Service, schnellen Bällen oder Möglichkeiten, die Linzer Angriffsmaschinerie zu durchbrechen. Selbst die Grippeviren wie bei Rachel Gerling wurden attackiert, alle bis auf Obmann Falkner sind fit: „Aber an mir soll es heute wohl nicht liegen.“

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Selbe Zeit, selbe Stadt, andere Halle: Für die VC-Tirol-Damen geht es heute (18 Uhr) in der Leitgebhalle gegen VBK Klagenfurt um alles, also um den Verbleib in Österreichs höchster Spielklasse. Nur knapp hatten die Gelb-Blauen den rettenden achten Platz im Grunddurchgang versäumt, die Enttäuschung darüber ist längst verflogen. „Zu denken, wenn nur das letzte Spiel anders gelaufen wäre, hilft da nichts. Wir hatten jetzt einen Monat Zeit und sind alle gut drauf“, beteuert Trainer Dietmar Gassler. Dass die Gegnerinnen aus der zweiten Liga kommen, macht die Sache zwar leichter, zu locker dürfe man das Spiel aber keinesfalls nehmen. „Wir dürfen Klagenfurt keinesfalls unterschätzen und uns nicht spielen“, gibt Gassler streng vor. Immerhin warten in den Kärntner Reihen mit der Westendorferin Bianca Zass und Trainer Hansi Huber, Gasslers Kollege bei der Trainerausbildung, alte Bekannte.


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