Bei den Zollskirennen leben alte Schmugglerzeiten auf

Sechs Schulen aus dem Bezirk Landeck sind Partner der Wettbewerbe kommende Woche in Galtür. Prominente Läufer unter den Zöllnern.

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Von Helmut Wenzel

Landeck, Galtür –Wo treffen sich bekannte Skirennläufer wie Massimiliano Blardone, Felix Neureuther, Philipp Schörghofer, Fritz Döpfner, Eva Maria Brem und Christoph Nösig nächste Woche? Sie alle starten bei den 60. Internationalen Zollskiwettkämpfen in Galtür.

Doch bei dem traditionsreichen Sportlertreffen der Finanzer stehen nicht nur alpine und nordische Bewerbe der 120 Aktiven aus sechs Nationen im Mittelpunkt. Sechs Schulen sind diesmal Partner der Veranstaltung: Poly Land­eck sowie die Volksschulen Prutz, Fendels, Galtür, Ischgl und Mathon. Sie alle haben tolle Projekte ausgetüftelt und Aufgaben beim Wettbewerb übernommen. Ein Team der Polytechnischen Schule etwa stellt die Torrichter bei den Alpinbewerben.

Mit dem historischen wie legendären Schmugglerwesen zwischen Galtür und der Schweiz haben sich die Volksschulen des Paznaun beschäftigt. „Wir haben dazu Interviews mit Zeitzeugen gemacht“, schilderte Projektleiterin Angelika Walter. „So sind Arbeitsblätter und Fragebögen für einen spannenden Unterricht entstanden.“ Die Zeitzeugen Franz Lorenz und Oswald Pfeifer hielten die Kinder mit authentischen Schilderungen in Atem. In der Zusammenfassung berichten die Schüler: „Um 1900 wurde im Paznaun viel geschmuggelt, weil die Leute sehr arm waren. Die Schmuggler waren auf Schleichpfaden unterwegs, meistens in der Nacht oder in der Dämmerung. Weil man sich gegen die Zöllner absichern musste, haben die Hüttenwirte blaue oder rote Pölster ins Fenster gelegt. Blau hieß, die Luft ist rein. Rot bedeutete, dass Zöllner unterwegs sind.“

Die Projektarbeiten werden in einigen Schaubildern in Galtür sowie im Internet präsentiert: www.zollski2013.at.


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