Geldfälscher gingen Polizei in Kitzbühel samt Blüten ins Netz

Ein Paar aus Bulgarien hat in Salzburg und Tirol mit Blüten bezahlt. In Kitzbühel klickten die Handschellen.

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Kitzbühel – Echte Ware für falsches Geld: Dieses vorübergehend durchaus lukrative Geschäftsmodell endete am Donnerstag in Kitzbühel mit der Festnahme von zwei Bulgaren.

Das Paar hat vermutlich mit zwei weiteren Verdächtigen am Dienstag in Zell am See (Salzburg) einen Schaden von rund 4700 Euro verursacht. Die Bulgaren kauften in 13 Mode- und Sportgeschäften hochpreisige Bekleidung. Auch ein Elektrohändler wurde zum Opfer. Bezahlt wurden die Waren mit 100-, 200- und 500-Euro-Noten.

Erst am Mittwoch stellte sich heraus, dass die Geldscheine falsch sind. Bank-Mitarbeiter entdeckten den Betrug und schlugen Alarm.

Die Qualität der Blüten soll übrigens hervorragend sein, für Laien sind die Fälschungen nur schwer von echten Euros zu unterscheiden.

Die Einkaufstour in Salzburg hatte ein Nachspiel: So veröffentlichte die Polizei Fotos der Bulgaren, die aus Überwachungskameras stammen. Als die Betrüger am Donnerstag in einem Kitzbühler Geschäft auftauchten, erkannte der Besitzer das Paar und schlug Alarm. „Wir konnten sie noch vor dem Geschäft verhaftet“, sagt Markus Eder von der Kitzbühler Polizei: „Das Paar hatte 1200 Euro Falschgeld dabei.“ Wie die Ermittlungen ergaben, sind auch zwölf Tiroler Geschäftsleute unter den Opfern. Weitere Ermittlungen laufen. (tom)


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