Interalpin peilt Besucherrekord an

Auf der Leitmesse für alpine Technologien wollen die Seilbahner mit Pistenkilometerschummel aufräumen.

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Innsbruck –Tirol wird kommende Woche wieder zum Nabel der Seilbahn-Welt. Von 10. bis 12. April geht die 20. Auflage der Messe Interalpin über die Bühne. Sie ist die weltweit wichtigste Branchenschau für alpine Technologien. Die Veranstalter erwarten einen neuen Besucherrekord von 20.000 Fachgästen. 600 Firmen stellen ihre Neuheiten vor, berichtete Messedirektor Christian Mayerhofer am Freitag.

Vorgestellt wurde das Programm am Innsbrucker Flughafen. „Wir profitieren seit Jahren sehr von der Interalpin“, betonte Flughafendirektor Reinhold Falch. Für den Messestandort sei der Airport ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor. Messepräsident Jürgen Bodenseer merkte an, dass die Hotels in Innsbruck und Umgebung ausgebucht seien und die Interalpin die Wintersaison verlängert habe. Die Veranstalter erwarten Gäste aus mehr als 70 Nationen – darunter auch wenig Ski-affinen Ländern wie dem Iran, Japan oder China.

Vorgestellt werden auf der Interalpin wieder zahlreiche neue Produkte, darunter einige Weltpremieren. So sollen unter anderem eine Skiliftförderbandheizung präsentiert werden, eine 3D-Schneehöhen-Messung in Echtzeit oder auch ein neuer 6er-Sessellift im Porsche-Design.

Für die Seilbahnwirtschaft unterstrich NR Franz Hörl die Bedeutung der Leitmesse am Standort Innsbruck. Er kündigte an, am kommenden Mittwoch neue Zahlen vorzulegen, die „den Energieverbrauch von Beschneiungsanlagen in ein neues Licht rücken“ sollen. Auch im Wirbel um falsch vermessene Pistenkilometer will Hörl dann eine Lösung präsentieren. Nachdem bekannt geworden war, dass etliche Skigebiete in Tirol und im Ausland bei der Angabe ihrer Pistenkilometer kräftig schummeln (Formel: „Falllinie mal Pi halbe“), war der Ruf nach einheitlichen Kriterien laut geworden. Solche sollen nun feststehen, kündigte Hörl gegenüber der TT an. (wer)

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