Rekord bei den Heizkosten, Geld für Energiesparer

Der überlange Winter und höhere Energiepreise heizen den Tirolern ein. Die Tiwag schüttet heuer mehr Förderung fürs Energiesparen aus.

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Innsbruck –Frostige Temperaturen wie sonst eher zu Weihnachten auch noch zu Ostern: Das Wetter hielt sich heuer in Österreich nicht an den Frühlingsbeginn. Der überlange Winter und gestiegene Kosten für fast alle Brennmittel ließen daher die Heizrechnungen auf Rekordhöhe schnellen. In vielen Haushalten stiegen die Kosten angesichts des im Herbst auf bis zu 1,05 Euro pro Liter gestiegenen Heizölpreises sogar um einige hundert Euro an. Vielfach drohen für Mieter wohl auch Erhöhungen bei den Betriebskosten.

Laut dem von der Österreichischen Energieagentur berechneten Energiepreisindex ist Heizöl (für viele Kunden zu spät) mittlerweile wieder leicht unter das Vorjahresniveau gesunken. Die Preise für feste Brennstoffe stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent. Brennholz verteuerte sich um 1,6 Prozent, Holzpellets um 10,1 Prozent. Strom verteuerte sich demnach binnen Jahresfrist um 5,9 Prozent, Gas nur leicht um 0,2 und Fernwärme um 7 Prozent.

Tirols Energieversorger Tiwag, IKB, Energie West und Elektrizitätswerke Reutte präsentierten indes zusammen mit LHStv. Anton Steixner gestern ihr „Energieeffizienz-Paket 2013“. Tiwag-Chef Bruno Wallnöfer kündigte dabei an, dass man heuer mit 1,9 Mio. Euro um 300.000 Euro mehr in die Förderung der Energieeffizienz investieren werde. Zudem gingen noch 244.000 Euro an den Verein Energie Tirol. Mit den seit drei Jahren laufenden Effizienzpaketen habe man dem Gesetzgeber schon vorgegriffen, der von den Energieversorgern ab 2014 verpflichtende Maßnahmen verlangen wird.

Seit dem Jahr 2001 habe die Tiwag insgesamt 2191 Wärmepumpen mit 1,38 Mio. Euro gefördert. Mit Jahreswechsel gab es Verträge mit 1300 privaten Photovoltaik-Partnern (bekommen 15 Cent pro Kilowattstunde). Diese Sonnenstrom-Produzenten können rechnerisch den Jahresstrombedarf von 2800 Haushalten abdecken. Zudem wurde bisher der Kauf von 2000 Elektrofahrrädern gefördert.

Heuer wird laut Tiwag das telefonische Beratungsangebot ausgebaut und die Info-Offensive in Schulen fortgesetzt. Für Wärmepumpen können Interessierte bis zu 3000 Euro (150 Euro pro Kilowatt inklusive Umsatzsteuer) bekommen. Die Sonnenstrom-Aktion werde fortgesetzt. Beim Tausch von alten Kühl- und Gefriergeräten soll es ab Jahresmitte 150 Euro Zuschuss geben. Beim Kauf von E-Bikes gibt es 150 Euro Förderung, für Elektroroller 500 Euro. (va)


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