Mehr Druck auf Gemeinden

LR Palfrader sieht bei leistbarem Wohnen auch Gemeinden in der Pflicht.

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Eine neue Autobahn durch das Außerfern wird von Liste Fritz, ÖVP und Grünen als einziger Verkehrsmoloch gesehen.Symbolf oto: Pantherstock

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Einen Sack voller Wahlgeschenke, klare Ziele und sechs Mitstreiter hat VP-Bezirksparteiobfrau LR Beate Palfrader zum Wahlkampfauftakt der VP im Bezirk dabei. „Wir haben viel Erfahrung und bewiesen, dass wir es können“, sagt Palfrader. Schwerpunkte seien die Stärkung des ländlichen Raumes, die Förderung der Mobilität, die Gesundheitsvorsorge und die Pflege wie auch die Förderung der Familien.

In Sachen leistbares Wohnen sieht sie auch die Bürgermeister in der Pflicht. „Vielleicht waren wir da in den vergangenen Jahren nicht bestimmt genug. Es gäbe schon jetzt Möglichkeiten, bei der Verteuerung der Grundstücke gegenzusteuern“, sagt Palfrader und sie kann sich etwas mehr Druck auf die Gemeinde vorstellen. Es müsse das Interesse der Familien im Vordergrund stehen. Für die Nummer zwei auf der Bezirksliste, Josef Edenhauser, sind Projekte wie Sonngrub in Kitzbühel ein möglicher Weg, die Kosten für Wohnraum zu senken. Warum die VP nicht schon lange etwas gegen die Preise gemacht hat, beantwortet Palfrader mit: „Die Situation ums Wohnen hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark gewandelt.“

Siegfried Egger ist für den Bezirk Kitzbühel auf der Landesliste vertreten und sieht sich als Vertreter des Tourismus. „Im Bezirk Kitzbühel gibt es noch Platz für touristische Infrastruktur. Damit meine ich aber nicht neue Hotels, sondern Verbesserungen des bestehenden Angebotes. Zum Beispiel bei den Bergbahnen im Sommer“, sagt Egger. Dennoch müsse die Wahrung der Natur im Auge behalten werden. Verbesserungsmöglichkeiten sieht er bei der Genehmigung von neuen Projekten: „Hier müssen die Wege verkürzt werden.“

Weiters auf der Bezirksliste zu finden sind Peter Seiwald, Kati Pletzer, Martin Unterrainer und Maria Schermer. „Ein sehr ausgewogenes Team“, wie Palfrader anmerkt. Die Kandidaten betonen, dass sie alle hinter Palfrader als Bezirksspitzenkandidatin stehen würden. Zwar bitten sie auf ihren Wahlwerbekarten um Vorzugsstimmen für sich selbst, aber das sei nur für ihre jeweiligen Bünde gedacht. „Wir werben nur in unseren Bünden für uns selbst“, betonen Seiwald und Edenhauser unisono. „Klares Ziel muss es aber sein, Beate Palfrader als Landesrätin aus dem Bezirk zu halten“, sagt Bauernbündler Edenhauser.


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