Schwarzes Rüsten für heißen Wahlkampf

ÖVP in Stadt und Land zeigt sich für Landtagswahl siegessicher. Van Staa warnt vor einer Dreierkoalition.

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Eine neue Autobahn durch das Außerfern wird von Liste Fritz, ÖVP und Grünen als einziger Verkehrsmoloch gesehen.Symbolf oto: Pantherstock

Innsbruck, Mils –„Wir verweisen nicht auf Versprechen, sondern auf das, was wir umgesetzt haben.“ Landtagspräsident Herwig van Staa, der Spitzenkandidat der Innsbrucker Volkspartei, gab sich beim gestrigen Start in die heiße Wahlkampfphase vor dem versammelten ÖVP-Team lustvoll kämpferisch. Das Wahlziel seien die Inhalte, so van Staa: „Wir wollen stärkste Kraft in Tirol werden und Innsbruck soll dazu einen Beitrag leisten.“

Zusammen mit seinen Listenkollegen, Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (Nr. 2) und Stadtparteiobmann Franz Gruber (Nr. 3) wurde die Ampelkoalition in der Stadt unter Beschuss genommen. Der Stillstand, der von BM Christine Oppitz-Plörer stets dem Land nachgesagt werde, sei vielmehr in der Stadt spürbar, sagte Gruber. Und verwies auf die Themen Wohnen, Sicherheit und Pflege. Van Staa selbst warnte eindringlich vor einer Dreierkoalition auf Landesebene: „Jeder Kompromiss ist teuer.“ Und in einer Regierung, wo Einstimmigkeit herrsche, könne diese Konstellation auch zu „Chaos“ führen.

Auch die ÖVP im Bezirk Innsbruck-Land lud gestern zu ihrem Auftakt – nach Mils. Bezirks-Spitzenkandidat LR Johannes Tratter schwor sein Team auf die kommenden drei Wochen ein und unterstrich dabei den Gemeinschaftsgeist, der die Volkspartei auszeichne, und – bei allem Ringen und Laufen um Vorzugsstimmen – am Ende müsse das Gesamtergebnis für die ÖVP stimmen.

Tratter legte eine Leistungsbilanz seiner Partei der vergangenen Jahre vor und verwies dabei unter anderem auf den von LHStv. Anton Steixner vorangetriebenen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs oder beim Thema Wohnen auf die einkommensunabhängige Sanierungsoffensive, bei der nicht nur die Umwelt als Gewinnerin hervorgehe. Sie belebe auch die Wirtschaft und schaffe Arbeitsplätze.

Im Bereich der Kinderbetreuung habe man in den vergangenen zwei Jahren mehr als 40 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. Außerdem gab Tratter ein klares Bekenntnis zum Brennerbasistunnel ab. (mami, np)


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