Hartes Ringen um Sozialplan bei Tyrolean

109 Jobs werden nach Wien verlagert. In den Gesprächen um einen Sozialplan geht es nun darum, eine Arbeitsstiftung für die betroffenen Mitarbeiter einzurichten.

  • Artikel
  • Diskussion

Innsbruck – Bei der Airline Tyrolean haben am Freitag die Verhandlungen über einen Sozialplan begonnen. 109 Verwaltungsmitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze. Diese werden von der Konzernmutter Austrian Airlines (AUA) vom Standort Innsbruck nach Wien verlagert.

Vertreter der AUA – in Person des Tyrolean-Personalchefs – auf der einen sowie des Betriebsrates, der Gewerkschaft und der AK auf der anderen Seite saßen einander gegenüber. Insider sprachen von „einem ersten Abtasten“, das Gesprächsklima der mehrstündigen Sitzung soll in Ordnung gewesen sein.

Konkrete Ergebnisse wurden zunächst nicht mitgeteilt. Für kommenden Donnerstag ist die nächste Gesprächsrunde geplant. Daran soll dann auch der erst seit zwei Monaten im Amt befindliche neue Tyrolean-Geschäftsführer Klaus Froese teilnehmen.

In den Gesprächen geht es darum, eine Arbeitsstiftung für die betroffenen Mitarbeiter einzurichten. Diese Stiftung soll Maßnahmen vorsehen, um den Jobverlust abzufedern, etwa in Form von Umschulungen und Weiterbildung. Auch über finanzielle Belange, wie freiwillige Zahlungen über die gesetzliche Abfertigung hinaus, wird wohl verhandelt werden.

TT-ePaper gratis lesen und Weber-Grill gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Kampfmaßnahmen stehen dabei im Raum. Dies für den Fall, dass keine Lösung zustande kommt, die für die Mitarbeiter annehmbar ist. Der Tyrolean-Betriebsrat hatte in den letzten Tagen keine Zweifel an seiner Kampfbereitschaft gelassen.

AUA-Vorstand Jaan Albrecht hatte den Verwaltungsmitarbeitern angeboten, nach Wien zu wechseln. Nach Einschätzung des Tyrolean-Betriebsrates kommt dies für die meisten Betroffenen aber nicht in Frage. (mark)


Kommentieren


Schlagworte