Schlusspfiff und Startschuss

Bei Tirols Volleyballerinnen lief es erwartungsgemäß: Die TI verlor das zweite Halbfinale 0:3, der VC Tirol gewann das erste Relegationsspiel 3:0.

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Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –Es gibt Tage, da läuft einfach alles nach Plan. Nicht unbedingt wunschgemäß für alle Beteiligten, aber doch so wie erwartet. So wie gestern Abend in Innsbruck, in der USI- und in der Leitgebhalle, den Heimstätten der Tiroler Volleyball-Bundesligadamen. Aber der Reihe nach.

„Da sind wir dabei“, dröhnte die Kölner Hymne durch die Heimarena der TI-Frauen am Fürstenweg. Symbolisch, denn viel mehr als im Bundesliga-Halbfinale gegen ASKÖ Linz/Steg antreten zu dürfen, war dann auch im zweiten Spiel der „Best of three“-Serie nicht zu holen: 0:3 (20:25, 12:25, 17:25) stand nach 75 Minuten auf der Anzeigetafel.

Die Tirolerinnen kämpften zwar beherzt, schafften einige schöne Blöcke, vermochten sogar ein Ass zu servieren – die größeren, stärkeren, älteren und erfahreneren Linzerinnen blieben aber unschlagbar.

„Das ist einfach eine andere Klasse. Die Unterschiede waren einfach zu groß“, analysierte Hypo-Herren-Trainer Stefan Chrtiansky, Zaungast auf der Tribüne.

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So blieben auch Tränen der Enttäuschung aus, es überwog die Zufriedenheit über die eigene Leistung. Mannschaftsführerin Regine Silberberger grinste, nachdem sie sich den Schweiß von der Stirn gewischt hatte: „Es wäre traurig für Linz gewesen, wenn sie ihr Können nicht hätten zeigen können.“ Es sei eine Traumsaison gewesen, das Finale bereits das Tüpfelchen auf dem i.

Ein zweites i gebe es da aber noch. Mit dem Schlusspfiff in der USI-Halle fiel zugleich der Startschuss für das letzte Finale, das Spiel um Platz drei am kommenden Sonntag zuhause gegen Hartberg. „Die Bronzemedaille wäre schon noch was“, spekulierte Silberberger noch mit einem Glanzstück zum Saisonschluss.

Schauplatz-Wechsel. In der Pradler Leitgebhalle setzte es ebenfalls ein 0:3, allerdings für die VC-Tirol-Gäste aus Klagenfurt. 25:17, 25:21, 25:8 las Trainer Dietmar Gassler nach dem ersten Spiel der „Best of three“-Serie in der Relegation stolz vor.

Ganz ohne nervenaufreibende Minuten ging es dann dennoch nicht. Die Sätze eins und drei trumpften vor allem Jennifer Boyd und Nikolina Maros durch die Mitte sowie Michelle Jantsch beim Aufspiel auf. „Nur im zweiten Satz haben wir uns mit Eigenfehlern das Leben schwergemacht“, fand Gassler doch etwas zum Aussetzen.

Die Erstliga-Tauglichkeit wollte er seinen Schützlingen trotz Erfolgs aber nicht bescheinigen. Zumindest noch nicht. „Das will ich nicht sagen. Wir haben am Samstag das Rückspiel, erst danach reden wir darüber.“


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