Maduro warf US-Botschaftern Mordkomplott gegen ihn vor

Der amtierende Staatschef erklärte in einer Fernsehansprache, sein Wahlsieg solle durch seinen Tod verhindert werden.

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Caracas/Washington - Der amtierende venezolanische Staatschef Nicolas Maduro hat zwei ehemaligen US-Botschaftern vorgeworfen, ein Mordkomplott gegen ihn initiiert zu haben. Ziel sei es, seinen Sieg bei den Präsidentschaftswahlen am kommenden Wochenende zu verhindern, sagte Maduro am Samstag (Ortszeit) in einer im Fernsehen verbreiteten Ansprache. In das Mordkomplott seien auch „rechtsgerichtete Kräfte aus El Salvador“ verwickelt. Diese hätten bereits bezahlte Auftragskiller nach Venezuela geschickt, die ihn umbringen sollten.

„Ihr Ziel ist es, mich zu töten“, sagte Maduro. „Sie wollen mich töten, weil sie wissen, dass sie freie und faire Wahlen nicht gewinnen können.“ Konkret nannte der amtierende Staatschef die Namen der ehemaligen US-Botschafter in Venezuela beziehungsweise bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Otto Reich und Roger Noriega. Diese hatten in der Vergangenheit mehrmals die Politik des linksgerichteten venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez kritisiert, der im vergangenen Monat an Krebs gestorben war.

Der neue Staatschef Venezuelas soll am kommenden Sonntag gewählt werden. Favorit ist Maduro, der unter Chavez Vize-Präsident war. Der damals schon schwer krebskranke Chavez hatte Anfang Oktober die Wahlen gegen Henrique Capriles gewonnen. Der Rechtskonservative ist auch diesmal Kandidat der Opposition. (APA/AFP)

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