US-Berufungsgericht billigt Hypotheken-Klage gegen UBS

Die Schweizer Großbank erlitt eine juristische Schlappe im Zusammenhang mit den umstrittenen Hypotheken-Geschäften.

  • Artikel
  • Diskussion

Zürich/New York - Die Schweizer Großbank UBS hat im Zusammenhang mit umstrittenen Hypothekengeschäften in den USA eine juristische Niederlage erlitten. Ein Berufungsgericht lehnte am Freitag den Antrag des Kreditinstituts ab, eine Klage der für die beiden größten staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac zuständigen Aufsichtsbehörde zurückzuweisen.

Die Federal Housing Finance Agency (FHFA) wirft den Schweizern vor, Fannie Mae und Freddie Mac bei Hypotheken-Geschäften in die Irre geführt zu haben. Das Urteil bestätigte den Spruch von Bezirksrichterin Denise Cote, dass die Klage nicht zu spät eingereicht worden sei. Die Begründung gilt auch für insgesamt 14 weitere Hypothekenfälle, mit denen Cote befasst ist - darunter auch den der Deutschen Bank.

Dazu gehören auch die US-Institute Goldman Sachs, Bank of America, JPMorgan Chase, Citigroup und Morgan Stanley sowie das britische Geldhaus Barclays. Experten zufolge könnten auf die Finanzhäuser Zahlungen in Milliardenhöhe zukommen.

Die beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac hatten beim Platzen der Finanzblase vor rund vier Jahren hohe Summen verloren und mussten verstaatlicht werden. Es gilt als zentrale Ursache der Krise, dass die Finanzkraft von Immobilienkäufern notorisch und offenbar auch systematisch überschätzt wurde, um mehr Kredite zu vergeben. (APA/Reuters)

TT-Geburtstag: Jetzt eine von 76 Torten gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet automatisch.


Kommentieren


Schlagworte