EU-Geld für Zirbenöl zeigt Erfolg

Imst, Jerzens – Spätestens seit der 2005 veröffentlichten Studie von Joanneum Research der Universität Graz werden die gesundheitsfördernden...

  • Artikel
  • Diskussion

Imst, Jerzens –Spätestens seit der 2005 veröffentlichten Studie von Joanneum Research der Universität Graz werden die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Zirbe in vielfältiger Form umgesetzt und vermarktet. Dabei konzentrierte sich der Einsatz bisher vorrangig auf den Möbelbau oder die Verarbeitung in Zirbenkissen. Im Rahmen eines EU-geförderten Leader-Projektes entstand 2012 als Erweiterung des Sägewerks von Josef Reinstadler die erste Zirbenöl-Gewinnungsanlage des Bezirkes Imst in Jerzens.

„Ohne Innovation und Weiterentwicklung müsste der Betrieb in absehbarer Zeit geschlossen werden, wie viele andere vor ihm“, begründet die Regio-Imst-Geschäftsführerin Nicole Stern das Engagement der Regionalentwicklung, „durch die Spezialisierung auf Zirbenholz und die Gewinnung von Zirbenöl kann für den Betrieb ein wichtiges zweites Standbein geschaffen und damit seine weitere Rentabilität sichergestellt werden“.

„Im Sägewerk fallen groß­e Mengen an Spänen und Hackschnitzel an, die bisher verheizt wurden“, erklärt Ros­witha Auer, die gemeinsam mit Josef Reinstadler die neue Ölgewinnungsanlage betreut, Roswitha Auer und ihre Tochter Belinda präsentierten nun in Zusammenarbeit mit der Künstlerinitiative eigenArt in der Imster Kramergasse eine Auswahl von Produkten aus Zirbenöl, das in der neuen Anlage destilliert wurde.

Obwohl die gewonnenen Mengen an Öl bescheiden ausfallen, trägt das Ergebnis des mehr als acht Stunden dauernden Prozesses zum Überleben des Betriebs bei. Die Einsatzbereiche der Produkte spannen sich von gesundheitlichen Anwendungen bis zur Verarbeitung in Speisen und Getränken.

Angst vor Nachahmung kennt man in Jerzens nicht, kann doch der Bedarf am Markt mit der bestehenden Anlage nicht gedeckt werden. „Je bekannter Zirbenöl und seine positiven Wirkungen werden, umso stärker steigt auch die Nachfrage“, zeigt sich Auer überzeugt, „das sieht man deutlich im Tourismus, in dem immer mehr Hotels auf den Erfolg der Zirbenzimmer setzen.“ (tp)


Kommentieren