Rafael Nadal und Serena Williams als Favoriten zu den French Open

Rafael Nadal und Serena Williams haben sich mit ihren Turniersiegen in Rom in die Favoritenrollen für die French Open gespielt. Der Spanier fertigte im Finale Roger Federer ab und wunderte sich, wie stark er nach seiner langen Verletzungspause wieder ist.

Rom - Rafael Nadal und Serena Williams sind vor den French Open auf Sand schier unbezwingbar. Mit den Turniersiegen in Rom unterstrichen beide ihre Favoritenstellung für das am Sonntag beginnende zweite Grand-Slam-Turnier der Tennissaison. Nadal rückte nach der 6:1, 6:3-Packung für Roger Federer in der neuen Weltrangliste am Montag auf Rang vier vor und ist seit 15 Partien ungeschlagen. Nur Primus Novak Djokovic gelang beim Finale in Monte Carlo ein Erfolg über Nadal während der vergangenen Europa-Turniere. Serena Williams kommt nach dem 6:1, 6:3 über die Weißrussin Victoria Asarenka sogar ohne Saisonniederlage auf Sand nach Paris.

Nadal wundert sich selbst darüber, wie stark er nach seiner langwierigen Knieverletzung inzwischen wieder ist. Seit seiner Rückkehr Anfang Februar verlor er nur zwei Matches und gewann 36. Erstmals in seiner Karriere erreichte der 26-Jährige bei acht Turnieren in Serie jeweils das Endspiel. „Wenn mir jemand vor vier oder fünf Monaten gesagt hätte, dass ich sechs Titel in acht Endspielen hole, hätte ich gesagt: Du bist verrückt“, erklärte das Kraftpaket aus Mallorca nach einem zarten Biss in den Siegerpokal. An die French Open mochte er nach dem 56. Titel seiner Karriere noch nicht denken: „Lasst mich erstmal diesen Sieg hier genießen.“

Bei seinem siebten Triumph in Rom feierte Nadal seinen bisher klarsten Zwei-Satz-Sieg über Federer und führt in der Bilanz nun 20:10 gegen seinen langjährigen Rivalen. Durch den Sprung auf Platz vier der Welt würde er in Paris erst im Halbfinale auf Djokovic, den um seinen Start bangenden Andy Murray oder Federer treffen.

Für den Schweizer hätte sein erstes Finale dieser Saison kaum schlechter laufen können. Nur zwei Spielgewinne hintereinander zum 3:5 im zweiten Satz bewahrten die langjährige Nummer eins vor noch Schlimmerem. „Ich bin trotzdem zufrieden mit meiner Woche. Er war einfach zu stark“, gestand Federer. Dem 31-Jährigen unterliefen in seinem 111. Endspiel viele Fehler, am Netz wurde er oft passiert.

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Serena Williams trotz Sieggesserie vorsichtig

Zuvor hatte Serena Williams ihren Siegeszug auf Sand mit dem 16. Erfolg gekrönt. Bevor sie sich ein italienisches Eis gönnte, erinnerte die Nummer eins der Welt an ihr Erstrunden-Aus bei den French Open 2012: “Voriges Jahr habe ich mich auf Sand exzellent gefühlt, aber in Roland Garros nicht gut abgeschnitten. Dieses Jahr bin ich vorsichtig. Ich will hart arbeiten und konzentriert bleiben.“

Elf Jahre nach ihrem Premierensieg an gleicher Stelle gewann Williams das Sandplatzturnier zum zweiten Mal. Es war für die 31-jährige Amerikanerin eine Woche nach ihrem Erfolg in Madrid - wo auch Nadal gewonnen hatte - bereits der fünfte Turniersieg in dieser Saison und der 51. insgesamt.

Melzer bereitet sich ab Dienstag in Paris auf French Open vor

Nizza oder Düsseldorf wären im Angebot gewesen, Jürgen Melzer bestreitet diese Woche aber kein Turnier und wird sich stattdessen ab Dienstag direkt in Paris auf die am Sonntag beginnenden French Open vorbereiten. Der Niederösterreicher verlor vergangene Woche beim ATP-Masters-1000 in Rom im Einzel bereits in der ersten Runde, im Doppel war mit dem Inder Leander Paes im Achtelfinale Endstation.

Im Vorjahr kassierte Melzer beim Grand-Slam-Turnier in Paris eine Auftaktniederlage. Er ist in der Weltrangliste mittlerweile auf den 37. Platz zurückgefallen, in Paris sind nur die besten 32 im Ranking gesetzt. Die Auslosung erfolgt am Freitag. (dpa, APA)


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